PRIMS Full-text transcription (HTML)
[1]
Das Newe Teſta - ment Deůtzſch -
Vuittemberg.
[2][3]

Voꝛrhede.

ES were wol recht vnd billich / das dis buch on alle voꝛrhe - de vnnd frembden namen auſzgieng / vnnd nur ſeyn ſelbs eygen namen vnd rede furete / Aber die weyl durch manche wilde deuttung vnd voꝛrhede / der Chꝛiſten ſynn da hyn ver - triebẽ iſt / das man ſchier nit mehꝛ weys / was Euangeli oder geſetz / new oder alt teſtament / heyſſe / fodert die noddurfft eyn antzeygen vñ voꝛrhede zu ſtellen / da mit der eynfelltige man / aus ſeynem allten wahn / auff die rechte ban gefuret vnd vnterrichtet werde / wes er ynn diſem buch gewartten ſolle / auff das er nicht gepott vnnd geſetze ſu - che / da er Euangeli vnd verheyſſung Gottis ſuchen ſollt.

Darumb iſt auffs erſte zu wiſſen / das abtzuthun iſt der wahn / das vier Euangelia vnd nur vier Euangeliſten ſind / vñ gantz zuverwerf - fen / das etlich des newen teſtaments bucher teyllen / ynn legales / hi - ſtoꝛiales / Pꝛophetales / vnnd ſapientiales / vermeynen damit (weyſz nicht wie) das newe / dem alten teſtament zuuergleychen / Sondern feſtiglich zu halten / das gleych wie das allte teſtament iſt eyn buch / darynnen Gottis geſetz vñ gepot / da neben die geſchichte beyde dere die ſelben gehallten vnd nicht gehallten haben / geſchꝛieben ſind / Al - ſo iſt das newe teſtament / eyn buch / darynnen das Euangelion vnd Gottis verheyſſung / danebe auch geſchichte beyde / dere die drangle - wben vnd nit glewben / geſchꝛieben ſind / Alſo das man gewiſſz ſey / das nur eyn Euãgelion ſey / gleych wie nur eyn buch des newen teſta ments / vnd nur eyn glawb / vnd nur eyn Gott / der do verheyſſet.

Denn Euangelion iſt eyn kriechiſch woꝛtt / vñ heyſt auff deutſch / gute botſchafft / gute meher / gutte newzeytung / gutt geſchꝛey / dauon man ſinget / ſaget vñ frolich iſt / gleych als do Dauid den groſſenGo - liath vberwand / kam eyn gutt geſchꝛey / vnd troſtlich newtzeyttung vnter das Judiſch volck / das yhꝛer grewlicher feynd erſchlagen / vnd ſie erloſet / zu freud vnd frid geſtellet weren / dauon ſie ſungen vñſpꝛun - gen vnnd frolich waren / Alſo iſt dis Euangelion Gottis vnnd new teſtament / eyn gutte meher vñ geſchꝛey ynn alle wellt erſchollen durch die Apoſtell / von eynem rechten Dauid / der mit der ſund / tod vnnd teuffel geſtritten / vnd vberwunden hab / vnnd damit alle die / ſzo ynn ſunden gefangen / mit dem todt geplagt / vom teuffel vberweldigetge - weſen / on yhr verdienſt erloſet / rechtfertig / lebendig vnd ſelig gema - cht hat / vnd da mit zu frid geſtellet / vnd Gott wider heym bꝛacht /da - uon ſie ſingen / dancken Gott / loben vnd frolich ſind ewiglich / ſzo ſie des anders feſt glawben / vnd ym glawben beſtendig bleyben.

Solch geſchꝛey vnd troſtliche mehꝛe odder Euangeliſch vnd Got - lich newzeyttung / heyſt auch eyn new teſtament / darumb /dasgleych wie eyn teſtament iſt / wenn eyn ſterbender man ſeyn gutt beſcheydet nach ſeynem todt den benandten erben aus zu teylen / Alſo hatt auchChꝛiſtus[4]Voꝛrhede.Chriſtus fur ſeynem ſterben befolhen vnd beſcheyden / ſolchsEuan - gelion nach ſeynem todt / aus zuruffen ynn alle wellt / vnd damit al - len / die do glewbẽ / zu eygen geben alles ſeyn gutt / das iſt / ſeyn leben da mit er den todt verſchlungen / ſeyn gerechtigkeyt da mit er die ſund vertilget / vnd ſeyn ſeligkeyt damit er die ewige verdamnis vberwun - den hat / Nu kan yhe der arme menſch / ynn ſunden / todt vñ zur helle verſtrickt / nichts troſtlichers hoꝛen / denn ſolch thewre lieblich bot - ſchafft võ Chꝛiſto / vñ mus ſeyn hertz von grund lachen vnd frolich druber werden / wo ers glewbt das war ſey.

Nu hat Gott ſolchen glawben zu ſtercken / diſes ſeyn Euangelion vnd teſtament viel felltig ym allten teſtament durch die pꝛophetenver - ſpꝛochẽ / wie Paulus ſagt Ro .1. Jch byn auſsgeſondert zu pꝛedigen das Euangelion Gottis / wilchs er zuuoꝛ verheyſſen hat durch ſeyne pꝛopheten ynn der heyligen ſchꝛifft / von ſeynem ſon der yhm geporn iſt von dem ſamen etce. Vnnd das wyr der etlich antzihen / hat ers am erſten verſpꝛochen / da er ſagt zu der ſchlangen Geñ .3. Jch will feyndſchafft legẽ zwiſchen dyr vñ eynem weyb / zwiſſchen deynemſa - men vnd yhꝛem ſamen / der ſelb ſoll dyr deyn hewbt zutretten / vñ du wirſt yhm ſeyn ſolen zutretten / Chꝛiſtus iſt der ſame diſes weybs / der dem teuffel ſeyn heubt / das iſt / ſund / tod / helle vñ alle ſeyne krafft zurtretten hatt / Denn on diſen Samen kan keyn menſch der ſund / dem todt / der hellen entrynnen.

Jtem Geñ .22. verſpꝛach ers zu Abꝛaham / Ynn deynem ſamen ſol - len alle geſchlecht auff erden geſegnet werden / Chꝛiſtus iſt der ſame Abꝛahe / ſpꝛicht Sanct Paulus Gal .3. Der hat alle wellt geſegnet / durchs Euangelion / Deñ wo Chꝛiſtus nit iſt / da iſt noch der fluch / der vber Adam vnd ſeyne kinder fiel / da er geſundigt hatte / das ſie al - tzumal der ſunde / des tods / vnd der hellen ſchuldig vnnd eygen ſeyn muſſen / Widder den fluch / ſegenet nu das Euangeliõ alle wellt /da - mit / das es rufft offentlich / wer an diſen ſamen Abrahe glewbt / ſol geſegnet / das iſt / võ ſund / tod vnd helle / los ſeyn / vnd rechtferttig /le - bendig vnd ſelig bleyben ewiglich / wie Chꝛiſtus ſelb ſagt Johan .11. Wer an mich glewbt / der wirt nymmer mehꝛ ſterben.

Jtem ſzo verſpꝛach ers Dauid .2. Reg .17. da er ſagt / Jch will er - wecken deynen ſamen nach dyr / der ſoll myr eyn haus bawen / vnnd ich will ſeyn reich feſtigen ewiglich / Jch will ſeyn vater ſeyn vnnd er ſoll meyn ſon ſeyn / etce. Das iſt das reich Chꝛiſti / dauon dasEuan - gelion lautt / eyn ewiges reich / Eyn reich des lebens / der ſeligkeyt vñ gerechtigkeyt / dareyn komen aus dem gefengnis der ſund vnnd todt / alle die da glewben / Solcher verheyſſung des Euangeli / ſind viel mehꝛ auch ynn den andern pꝛopheten / als Micheas .5. Vnd du Be - thlehem du biſt kleyn vnter den tauſenten Juda / aus dyr ſoll myr ko -men[5]Voꝛrhede.men / der eyn hertzog ſey meyns volcks Jſrael / Jtem Oſee .13. Jch will ſie võ der hand des todts erloſen / vom todt will ich ſie erredten.

So ſehen wyr nu / das nicht mehꝛ / deñ ein Euangelion iſt / gleych wie nur eyn Chꝛiſtus / Syntemal Euangelion nichts anders iſt no - ch ſeyn kan / denn eyn pꝛedigt von Chꝛiſto Gottis vnd Dauids ſon / war Gott vnd menſch / der fur vns mit ſeym ſterben vnd aufferſtehẽ / aller menſchen ſund tod vnd helle vberwunden hat / die an yhn glew - ben / das alſo / das Euangeli eyn kurtz vñ lang rede mag ſeyn / vnd ey - ner kurtz / der ander lange / beſchꝛeybẽ mag. Der beſchꝛeybts lange / der viel werck vnd woꝛt Chꝛiſti beſchꝛeybt / als die vier Euangeliſten thun / Der beſchꝛeybts aber kurtz / der nicht võ Chꝛiſtus werckẽ /ſon - dern kurtzlich antzeygt / wie er durchs ſterben vnd aufferſtehen / ſund tod vnd helle vberwunden habe / denen die an yhn glawben / wiePe - trus vnd Paulus.

Darumb ſihe nu dꝛauff / das du nit aus Chꝛiſto eyn Moſen ma - chiſt / noch aus dem Euangelio eyn geſetz oder lere buch / wie bis her geſchehen iſt / vñ ettlich voꝛrhede auch Sanct Hieronymi ſich hoꝛen laſſen / Denn das Euangeli foddert eygentlich nicht vnſer werck / das wyr da mit frum vnd ſelig werden / ia es verdampt ſolche werck / ſondern es foddert nur glawben an Chꝛiſto / das der ſelb fur vns / ſund / tod vnd helle vberwunden hat / vnd alſo vns nicht durch vnſere werck / ſondern durch ſeyne eygen werck ſterben vnd leyden / frum le - bendig vnd ſelig macht / das wyr vns ſeynes ſterbens vnd vberwyn - dens mugen annehmen / als hetten wyrs ſelber than.

Das aber Chꝛiſtus ym Euangelio / datzu Petrus vnnd Paulus viel geſetz vnd lere geben / vnd das geſetze auſz legen / ſoll man gleych rechnen allen andern wercken vnd wolthatten Chꝛiſti / Vnd gleych wie ſeyne werck vnd geſchichte wiſſen / iſt noch nit das rechte Euan - gelion wiſſen / denn damit weyſtu noch nicht / das er die ſund todt vnd teuffel vberwunden hat / alſo iſt auch das noch nicht dasEuan - gelion wiſſen / wenn du ſolche lere vnd gepott weyſſiſt / ſondern weñ die ſtymme kompt / die da ſagt / Chꝛiſtus ſey deyn eygen mit lebẽ / le - ren / wercken / ſterben / aufferſtehen vnnd alles was er iſt / hat / thutt vnd vermag.

Alſo ſehen wyr auch / das er nit dꝛinget / ſondern freuntlich locket vñ ſpꝛicht / Selig ſind die armen etce. Vnd die Apoſtel bꝛauchen des woꝛts Jch ermane / ich flehe / ich bitte / Das man allenthalbẽ ſihet / wie das Euangelion nicht eyn geſetz buch iſt / ſzondern nur eyn pꝛe - digt võ den wollthatten Chꝛiſti vns ertzeyget vnd zu eygen geben / ſo wyr glewben. Moſes aber ynn ſeynen buchern / treybt / dꝛingt /dꝛew - et / ſchlecht vnd ſtrafft grewlich / denn er iſt eyn geſetz ſchꝛeyber vnndtreyber3[6]Voꝛrhede.treyber / Daher kompts auch / das eym glewbigen keyn geſetz geben iſt / wie Sanct Paulus ſagt .1. Timo .1. Darumb das er durch den glawben gerecht lebendig vnd ſelig iſt. Vnnd iſt yhm nit mehꝛ nott / denn das er ſolchen glawben beweyſze.

Ja wo der glawbe iſt / kan er ſich nit halten / er beweyſzet ſich / bꝛicht eraus / vnnd bekennet vnd leret ſolch Euangelion fur den leutten vnd waget ſeyn leben dꝛan / Vnnd alles was er lebet vnd thutt / das richtet er zu des nehiſten nutz / yhm zu helffen / nicht alleyn auch zu ſolchergna - de zu komen / ſondern auch mit leyb / gut / vñ ehre / wie er ſihet / das yhmChꝛi - ſtus than hat / vnd folget al - ſo dem exempelChꝛi - ſti nach / Das meynet auch Chꝛiſtus / da er zur letze keyn an - der gepot gab / deñ die liebe / daran man erkennen ſolte / wer ſeyne iunger weren vnd rechtſchaffne glewbigen / denn wo die werck vnd liebe nicht eraus bꝛicht / da iſt der glawbe nicht recht / da hafftet das Euangelion noch nit / vnnd iſt Chꝛiſtus nicht recht erkant. Sihe / nu richte dich alſzo ynn die bucher des newen teſtaments / das du ſie auff diſze weyſze zu leſzen wyſſeſt.

[7]

wilchs die rechten vnd Edliſten bucher des newenteſta - ments ſind.

AVs diſem allen kanſtu nu recht vꝛteylen vnter allen buchern / vnd vnterſcheyd nehmen / wilchs die beſten ſind / Denn nem - lich iſt Johannis Euangelion vnnd Sanct Paulus Epi - ſtelln / ſonderlich die zu den Romern / vnd ſanct Peters erſte Epiſtel der rechte kern vñ marck vnter allen buchern / wilche auch bil - lich die erſten ſeyn ſollten / Vñ eym iglichen Chꝛiſten zu ratten were / das er die ſelben am erſten vnd aller meyſten leſe / vnd yhm durch teg - lich leſzen ſo gemeyn mechte / als das teglich bꝛott / Denn ynn diſen findiſtu nicht viel werck vnnd wunderthatten Chꝛiſti beſchꝛieben / Du findiſt aber gar meyſterlich auſzgeſtrichen / wie der glawbe an Chꝛiſtum / ſund / tod vnd helle vberwindet / vnd das leben / gerechtig - keyt vnnd ſeligkeyt gibt / wilchs die rechte artt iſt des Euangeli / wie du gehoꝛet haſt.

Denn wo ich yhe der eyns mangelln ſollt / der werck odder der pꝛe - digt Chꝛiſti / ſzo wollt ich lieber der werck / denn ſeyner pꝛedigt man - gelln / Denn die werck hulffen myr nichts / aber ſeyne woꝛt die geben das leben / wie er ſelbs ſagt. Weyl nu Johannes gar wenig werck võ Chꝛiſto / aber gar viel ſeyner pꝛedigt ſchꝛeybt / widderumb die an - dern dꝛey Euangeliſten viel ſeyner werck / wenig ſeyner woꝛtbeſchꝛey - ben / iſt Johannis Euangelion das eynige zartte recht hewbtEuan - gelion vñ den andern dꝛeyen weyt weyt fur zu zihen vñ hoher zu hebẽ / Alſo auch Sanct Paulus vñ Petrus Epiſtelln / weyt vber die dꝛey Euangelia Matthei / Marci vnd Luce furgehen.

Summa / Sanct Johannis Euangeli vnd ſeyne erſte Epiſtel / Sanct Paulus Epiſtel / ſonderlich die zu den Romern / Galatern / Epheſern / vnnd Sanct Peters erſte Epiſtel / das ſind die bucher / die dyrChꝛi - ſtum zeygen / vnd alles leren / das dyr zu wiſſen nott vnd ſelig iſt / ob du ſchon kein an - der buch nochle - re num - mer ſeheſt noch hoꝛiſt / Darumb iſt ſanct Jacobs Epiſtel eyn rechte ſtroern Epiſtel gegen ſie / denn ſie doch keyn Euangeliſch art an yhꝛ hat / Do - ch dauon weytter ynn andern voꝛrheden.

[8]

Die Bucher desnewen teſta - ments.

  • 1 Euangelion Sanct Matthes.
  • 2 Euangelion Sanct Marcus.
  • 3 Euangelion Sanct Lucas.
  • 4 Euangelion Sanct Johannis.
  • 5 Der Apoſtel geſchicht beſchꝛieben von Sanct Lucas.
  • 6 Epiſtel Sanct Paulus zu den Romern.
  • 7 Die erſte Epiſtel Sanct Paulus zu den Coꝛinthern.
  • 8 Die ander Epiſtel Sanct Paulus zu den Coꝛinthern.
  • 9 Epiſtel Sanct Paulus zu den Galatern.
  • 10 Epiſtel Sanct Paulus zu den Epheſern.
  • 11 Epiſtel Sanct Paulus zu den Philippern.
  • 12 Epiſtel Sanct Paulus zu den Coloſſern.
  • 13 Die erſte Epiſtel Sanct Paulus zu den Theſſalonicern.
  • 14 Die ander Epiſtel Sanct Paulus zu den Theſſalonicern.
  • 15 Die erſt Epiſtel Sanct Paulus an Timotheon.
  • 16 Die ander Epiſtel Sanct Paulus an Timotheon.
  • 17 Epiſtel Sanct Paulus an Titon.
  • 18 Epiſtel Sanct Paulus an Philemon.
  • 19 Die erſt Epiſtel Sanct Peters.
  • 20 Die ander Epiſtel Sanct Peters.
  • 21 Die erſte Epiſtel Sanct Johannis.
  • 22 Die ander Epiſtel Sanct Johannis.
  • 23 Die dꝛit Epiſtel Sanct Johannis.
  • Die Epiſtel zu den Ebꝛeern.
  • Die Epiſtel Jacobus.
  • Die Epiſtel Judas.
  • Die offinbarung Johannis.
[9]I.

Euangelion Sanct Matthes.

Das erſt Capitel.

1,Luce. 3.

[figure]

[D]Js iſt das buch von der gepurt Jheſu Chꝛiſti der do iſt ein ſon Dauids des ſons Abꝛaham. Abꝛaham vndDa - uid werdenn fur - nemlich antzogen darumb das den ſelben Chꝛiſtus ſonderlichverhey - ſſen iſt.

2Abꝛaham hat gepoꝛn den Jſaac. Jſaac hatt gepoꝛn den Jacob. Jacob hatt gepoꝛn den Juda vnnd ſeyne bꝛuder. 3Juda hat gepoꝛn den Pharez vnnd den Zaram von der Thamar. Pharez hat gepoꝛn den Hezron. Hezron hat gepoꝛn den Ram. S. Mattheus leſ - ſet ettlich gelid auſſzenn / vnnd fu - ret Chꝛiſtus ge - ſchlecht von Sa - lomon nach dem geſetz aber Sanc. Lucas furet esna - ch der natur vonn NathanSalomo - nis bꝛuder. Denn das geſetz nennet auch die kinder / ſo võ bꝛudern auſz nachgelaſſenem weyb gepoꝛn ſind. Deuter. 25.4Ram hat gepoꝛn den Amminadab. Amminadab hatt gepoꝛn den Na - haſſon. Nahaſſon hatt gepoꝛn den Salma. 5Salma hat gepoꝛn den Boas von der Rahab. Boas hat gepoꝛn den Obed von der Rhut. Obed hat gepoꝛn den Jeſſe. 6Jeſſe hatt gepoꝛn den konig Dauid.

Der konig Dauid hat gepoꝛn den Salomon vonn dem weybe des Vꝛie. 7Salomon hat gepoꝛn den Roboam. Roboam hat gepoꝛn den Abia. Abia hat gepoꝛn den Aſſa. 8Aſſa hat gepoꝛn den Joſaphat. Joſaphat hat gepoꝛn den Joꝛam. Joꝛam hat gepoꝛn den Oſia. 9Oſia hat gepoꝛn den Jotham. Jotham hat gepoꝛn den Achas. Achas hat gepoꝛn den Ezechia. 10Ezechia hat gepoꝛn den Manaſſe. Manaſſe hatt gepoꝛn den Amon. Amon hat gepoꝛn den Joſia. 11Joſia hatt gepoꝛn den Jechonia vnd ſeyne bꝛuder / vmb die zeyt der Babyloniſchen gefencknis.

4. Reg. 25.
11

12Nach der Babyloniſchen gefencknis / hat Jechonia gepoꝛn den Sealthiel. 1. Eſdre. 2.Sealthiel hatt gepoꝛn den Zorobabel. 13Zorobabel hatt gepoꝛn den Abiud. Abiud hat gepoꝛn den Eliachim. Eliachima[10]EuangelionEliachim hat gepoꝛn den Aſoꝛ. 14Aſoꝛ hat gepoꝛn den Zadoch. Zadoch hat gepoꝛn den Achin. Achin hat gepoꝛn den Eliud. 15Eliud hat gepoꝛn den Eleaſar. Eleaſar hat gepoꝛn den Mathan. Mathan hat gepoꝛn den Jacob. 16Jacob hat gepoꝛn den Joſeph den man Marie / von wilcher iſt ge - poꝛn Jheſus / der da heyſt Chꝛiſtus.

17Alle gelid von Abꝛaham biſz auff Dauid / ſind vierzehen gelid / Vonn Dauid biſz auff die Babyloniſche gefenckniſz ſind viertze - hen gelid / Von der Babyloniſchen gefenckniſz biſz auff Chꝛiſtum ſind viertzehen gelid.

18Die gepurt Chꝛiſti war aber alſzo gethan / Als Maria ſeynemu -Luce. 1. ter dem Joſeph vertrawet war / ehe ſie mit eynander zu hauſz ſaſſen / erfand ſichs das ſie ſchwanger war / võ dem heyligen geyſt. 19Joſeph(Rugen et ce.) Das iſt er wolt ſie nicht zu ſchanden machen fur den leuten / als er wol macht hatte nach dem geſetze / vnd rumbt alſo Sanct Matth. Joſephs fromkeyt das er ſich auch ſeynes rechten vmb liebe willen vertzigen hatt. aber yhꝛ man war frum / vñ wolt ſie nit rugen / gedacht aber ſie heym lich tzuuerlaſſen /20 Jn dẽ er aber alſzo gedacht / ſihe / da erſchyn yhm eyn Engell des herñ ym trawm vnd ſpꝛach / Joſeph du ſon Dauid furcht dich nit Mariam deyn weyb zu dyr zu nehmen / denn das yñ yhꝛ gepoꝛn iſt / das iſt von dem heyligen geyſt /21 vnnd ſie wirt geperen eynen ſon / des namen ſolltu heyſſen Jheſus / denn er wirt ſeyn volck ſelig machen von yhꝛen ſunden.

22Das iſt aber alles geſchehen / auff das erfullet wurd das der herrJſa. 7. durch den pꝛopheten geſaget hatt / der do ſpꝛicht. 23Sihe / eyne iunck - fraw wirt entpfahen vnnd geperen eynen ſon / vnd ſie werden ſeynen namen heyſſen Emanuel / das iſt verdolmaſchet. Got mit vns.

24Da nu Joſeph vom ſchlaff erwachte / thet er wie yhm des hernn Engell befolhen hatte / vnnd nam ſeynn weyb zu ſich /25 vnd erkennet ſie nicht / biſz ſie yhꝛen erſtẽ ſon gepar / vñ hieſz ſeynẽ namen Jheſus.

Das ander Capitel.

(weyſen et ce.) Die S. MathMa - gos nennet / vnnd ſind magi in etli - chen moꝛgenlen - der Naturkundi - ger vnnd prieſter geweſen.26DO Jheſus gepoꝛn war zu Bethlehem / yhm Judiſchen land / tzur tzeyt des konigs Herodis / ſihe / da kamen die weyſen vom moꝛgenland gen Hieruſalem / vnnd ſpꝛachen. 27Wo iſt der newgeboꝛne konig der Juden? wyr haben ſey - nen ſtern geſehen ym moꝛgen land / vnd ſind komen / yhn antzubetẽ.

28Do das der konig Herodes hoꝛte / erſchꝛack er vnnd mit yhm das(Mitt nichte) Bethlehem war kleyn an zu ſehen darumb auch mi - cheas ſie kleyn nẽ - net. AberderEuan - geliſt hatt (mittni - chte) hyn zu than darumb das ſie gantz Hieruſalem /29 vñ lieſz verſamlen alle hohe Prieſter vnd ſchꝛifft gelerteñ vntter dẽ volck / vñ[erfoꝛſchete] von yhn / wo Chꝛiſtus ſoltge - poꝛn werden?30 vnnd ſie ſagten yhm / zu Bethlehem yhm Judiſchen land. Deñ alſo iſt geſchꝛieben durch den pꝛopheten. 31Vnd du Beth - lehem ym Judiſchen land biſt mit nichte die kleyniſt vnter den fur -Mich. 5. Joh. 7. ſten Juda / denn auſz dyr ſoll myr komen / der hertzog der vber meyn volck von Jſrael eyn herr ſey.

Da berieff[11]Sanct Matthes. II.

32Da berieff Herodes die weyſen heymlich / vñ erlernet mit vleyſzitzund erhohett war / do Chꝛiſtus da gepoꝛn ward. Und trifft alſo der Euangeliſt die[fi - gur] / deñ Bethle - hem bedeut / die chꝛiſtenheytt die veracht fur der welt / groſz fur gott iſt. von yhnen / weñ der ſtern erſchynen were /33 vnd weyſzet ſie genBeth - lehem / vnnd ſpꝛach / zihet hyn / vnd foꝛſſchet vleyſſig nach demkynd - lin / vnnd wen yhꝛſz findet / ſagt myr widder / das ich auch kome vnd es anbete.

34Als ſie nu den konig gehoꝛt hatten / zogen ſie hyn / vnnd / ſihe der ſtern / den ſie ym moꝛgẽ land geſehen hatten / gieng fur yhn hyn / biſzdaser kam / vñ ſtund oben vber / da das kyndlin war. 35Da ſie den ſtern ſahen / wurdẽ ſie hoch erfrawet /36 vnd giengen ynn das hauſz / vndfun - den das kyndlin mit Maria ſeyner mutter / vnnd fielen nyder / vnnd betten es an / vnd theten yhꝛe ſchetze auff / vnnd legten yhm geſche - nck fur / gollt / weyrach vnnd myrrhen. 37Vnnd gott bevahl yhn ym trawm / das ſie ſich nitt ſollten widder zu Herodes lencken / vndzo - gen durch eynen andern weg wydder yñ yhꝛ land.

38Da ſie aber hynweg getzogen waren / ſihe / da erſcheyn der engell des herren dem Joſeph ym trawm / vnnd ſpꝛach / ſtand auff / vnnd nym das kyndlin vñ ſeyn mutter zu dyr / vñ fleuch yñ Egypten land / vnnd bleyb alda / biſz ich dyr ſage / denn es iſt forhanden dasHero - des das kyndlin ſuche daſſelb vmbtzubꝛingen. 39Vñ er ſtund auff vnd nam das kyndlin vnnd ſeyne mutter zu ſich / bey der nacht / vnnd ent - weych ynn Egypten land /40 vnnd bleyb alda / biſz nach dem todtHe -Oſee. 11. Nũeri. 24. rodes / auff das erfullet wurde / das der herr durch den pꝛophetenge - ſagt hatt der do ſpꝛicht / Auſz Egypten hab ich meynẽ ſzon beruffen.

41Da Herodes nu ſahe / das er võ den weyſen betrogen war / wart er ſeer tzoꝛnig / vnd ſchickt auſz / vnd lieſz alle kynder tzu Bethlehem todten / vnnd ann yhꝛ gantzen grentze / die da tzwey ierig vnddrun - der waren / nach der tzeytt / die er mit vleyſz erlernet hatte vonn den weyſen.

42,Jeremie 31Da iſt erfullet / das geſagt iſt von dem pꝛopheten Jeremia / der do ſpricht. 43Auff dẽ gebirge hat man ein geſchꝛey gehoꝛet / viel klagenſz / weynenſz vnnd heulenſz / Rachel beweynet yhre kyndere / vnd wollt ſich nitt troſten laſſen / denn es war auſz mit yhnen(auſz mitt yhnen) Diſen ſpruch hat Sanct Math.ſon - derlich anzogen / das er durch yhn anzeygt / wie es ſich alltzeytt vmb die Ch[]iſtenheytt helt / denn es leſt ſich alweg fur der welt an ſehen als ſey es aus vmb die chꝛiſten / dochwer - den ſie / wider alle machtderhelle / wunderlich durch got[erhalten] / vnd ſicht man hie in diſen kinden / wie ein recht chꝛiſtlich weſen / yn leyden ſtandt..

44Da aber Herodes geſtoꝛbẽ war / ſihe / da erſcheynderengel des herñ Joſeph ym trawm / ynn Egypten land /45 vñ ſpꝛach / ſtand auff / vnnd nym das kyndlin vnnd ſeyne mutter zu dyr / vnd ziehe hyn / ynn das land Jſrael / Sie ſind geſtoꝛben / die dem kynd nach dem lebenſtun - den. 46Vnd er ſtund auff / vnnd nam das kindlin vnnd ſeyne muter zu ſich / vnd kam ynn das land Jſrael. 47Da er aber hoꝛete / dasArchela - us ym Judiſchen land konig war / an ſtat ſeynes vatters Herodes / furcht er ſich da hyn zukomen / vnnd ym trawm entpfieng er eyn be - vehl võ gott / vnd zog yñ die oꝛtter des Gallileiſchen lands /48 vñ kam /Judicũ. 13. vnnd wonet ynn der ſtat die do heyſt / Nazareth / auff das erfullet wurd /dasgeſagt iſt durch die pꝛopheten / Er ſol Nazarenus heyſſen.

Das dꝛitA ij
[12]Euangelion

Das dꝛitt Capitel.

49ZV der zeyt kam Johannes der teuffer / vnd pꝛediget ynn derLuce. 3. Joh. 1. wuſten des iudiſchen lands50 vnnd ſpꝛach / Beſſert euch / das hymel reych iſt nah erbey komen. 51Vnd er iſt der / von dem der pꝛophet Jſaias geſagt hatt / vnnd geſpꝛochen / Es iſt eynruf -Jſa. 40. Marci. 1. fende ſtymme ynn der wuſten / Bereyttet dem herrn den weg / vnnd macht ſeyne ſteyge richtig.

52,Solchehewſchꝛe - cken pflegt man yn ettlichmoꝛgenlen - der tzu eſſen als Hierony. ſchꝛeybtEr aber Johannes hatte eyn kleyd von Cameel haren / vnnd ey - nen leddern gurttel vmb ſeyne lendeñ. Seyne ſpeyſze ware / heuſchꝛe - cken vñ wild honig. 53Da gieng zu yhm hynauſz die ſtat Hieruſalem / vnnd das gantz iudiſch land / vnnd alle lender an dem ioꝛdan /54 vnnd lieſzen ſich teuffen von yhm / ym ioꝛdan / vnnd bekanten yhꝛe ſunde.

55Als er nu viel phariſeer vnnd ſaduceer ſahe zu ſeyner tauff komen / ſpꝛach er zu yhnen / yhꝛ otter gezichte / wer hatt denn euch ſo gewyſz gemachtdasyhꝛ entrynnẽ werdet dem kunfftigẽ zoꝛn? 56Sehet zu / thutre - chtſchaffne fruchtderpuſz. 57Denckt nur nit /dasyhꝛ bey euch wolt ſagẽ / wyꝛ habẽ Abꝛahã zum vater. Jch ſage euch / gott vermag dem Abꝛa - hã aus dieſen ſteyn kinder erwecken. 58Es iſt ſchon die axt den bewmẽ an die wurtzel gelegt / darumb welcher bawm nit gutte frucht bꝛin - gt / wirt abgehawenn / vnnd ynſz fewr gewoꝛffen.

59,(alle gerecht) Al - le gerechtickeytt wirt erfullet weñ wir vns aller vn - ſer gerechtickeytt vnnd ehꝛevertzey - hen / das gott al - leyn fur dengehal - ten werd / der ge - recht ſey / vnndge - recht mache die glewbigen. Dis thut Johannes / ſo er ſich ſeyner gerechtickeyt auſ - ſzert / vnd will võ Chꝛiſto getaufft vnnd gerechtferti - gett werden Dis thut auch Chr̃us ſo er ſich ſeynerge - rechtikeyt vñ ehꝛe nit annymbt /ſondernleſt ſich teuffen vñ todten / Deñ tauff iſt nicht anders denn todt.Jch teuffe euch mit waſſer tzur buſſze / der aber nach myr komet / iſt ſtercker denn ich / dem ich auch nit byn gnugſam / ſeyne ſchuch zu tragen / der wirt euch teuffen mit dem heyligen geyſt vnnd mit fewr /60 vnnd er hatt ſeyne woꝛfſchauffel ynn der hand / er wirt ſeyne tenne fe - gen / vñ den weytzen yn ſeyne ſchewren ſamlen / aber die ſpꝛew / wirt er verpꝛennen mit ewigem fewr.

61Zu der zeyt kam Jheſus von Gallilea an den Joꝛdan / zuJohan - ne / das er ſich vonn yhm teuffen lieſze /62 Aber Johannes weret yhm / vnnd ſpꝛach / ich bedarff woll / das ich von dyr getaufft werde / vnnd du komiſt zu myr? 63Jheſꝰ aber antwoꝛtt vñ ſpꝛach / laſz itzt alſo ſeyn / alſzo gepurt es vns / alle gerechtickeyt zu erfullenn. Da lieſz ers yhm zu /64 vñ do Jheſus getaufft war / ſteyg er bald erauff auſz dem waſſer / vnnd ſihe / da wurden vber yhm die hymel auffgethan / vnndJohan - nes ſahe den geyſt gottis gleych als eyn tawben erab ſteygen vnd vbirJoh. 1. Matth. 17 yhn komen /65 vnnd ſihe / Eyn ſtyme vom hymel erab ſpꝛach / diſz iſt meyn lieber ſon / ynn wilchem ich eyn wolgefallen habe.

Das vierde Capitel.

66DA wart Jheſus vom geyſt ynn die wuſten gefurt / auff dasMarci. 1. Luce. 4. er von dem teuffel verſucht wurde /67 vnnd da er viertzig tage vnnd viertzig nacht gefaſtet hatte / hungert yhn /68 vnnd der verſucher tratt zu yhm / vnnd ſpꝛach / Biſtu gottis ſon / ſoſpꝛich[13]Sanct Matthes. III.ſpꝛich das dieſze ſteyne / bꝛott werden /69 Vnd er antwoꝛttet vnd ſpꝛach Es iſt geſchꝛiebẽ. Der menſch wirt nit võ dem bꝛott alleyn lebẽ /ſon -Deu. 8. dern von eynem iglichen woꝛtt / das durch den mund gottis gehet.

70Da furt yhn der teuffel mitt ſich ynn die heylige ſtadt / vnnd ſtel - let yhn auff die tzynnen des tempels /71 vnnd ſpꝛach zu yhm / Biſtugot - tis ſon ſo laſz dich hyn abe. Deñ es iſt geſchꝛieben / Er wirtt ſeynen Engelln vbir dyr befelhẽ / vñ ſie werden dich auff den henden tragẽ auff das du deynẽ fueſſz nit an eynen ſteyn ſtoſſeſt /72 Da ſpꝛach Jhe - ſus zu yhm / widderumb iſt auch geſchꝛiebenn. Du ſolt gott deynennDeute. 6. herrn nit verſuchenn.

73Widderumb / furt yhn der teuffel mit ſich / auff eynen ſeer hohen berg / vnnd tzeygt yhm alle reych der welt / vnnd yhꝛe herlickeyt /74 vnd ſpꝛach zu yhm Das alles will ich dyr gebẽ / ſo du nyder felliſt / vnnd mich anbetiſt. 75Da ſpꝛach Jheſus zu yhm / heb dich Satan / deñ es iſtDeute. 6. geſchꝛieben Du ſollt anbeten gott deynen herrñ vnd yhm alleynedie - nenn.

76Da verlieſz yhn der teuffel / vnd ſihe / da tratten die Engel zu yhm vnnd dieneten yhm.

77,Luce. 4. Joh. 2.Da nu Jheſus hoꝛete / das Johannes vberantwoꝛtet war / zog er ynn das Gallileyſche land /78 vnnd lies die ſtadt Nazaret / kam / vnnd wonete zu Capernaum / die do ligt am meer an der grentze Zabu - lon vnd Nepthalim /79 auff das erfullet wurde / das do geſagt iſt /dur - ch den pꝛophetẽ Jſaiã /derdo ſpꝛicht /80 Das land Zabulon vñ das landJſai. 9. Nepthalim / am wege des meeriſz / ihenſid dem Joꝛdan / vñ dieheyd - niſch Gallilea /81 das volckdasym finſterniſz ſaſſz / hatt eyn groſſeslie - cht geſehen / vnd die da ſaſſen ynn dem oꝛtt vnnd ſchatten des tods / den iſt eyn liecht auffgangen.

82Von der zeytt an / fieng an Jheſus zu pꝛedigen / vnd ſagen Beſſert euch / das hymel reych iſt nah erbey komen.

83Als nu Jheſus an dem Gallileyſchenn meer gieng / ſahe er zween bꝛudere / Simon / der do heyſt Petrus / vnnd Andreas ſeynen bꝛu -Marci. 1. der / die wurffen yhꝛe netze ynſz meer / denn ſie waren fiſcher /84 vnnd er ſpꝛach zu yhn / folgett myr nach / ich will euch zu menſchẽfiſcher ma - chen /85 Bald lieſzen ſie yhꝛe netze / vnnd folgeten yhm.

86Vnnd da er von dannen furbaſz gieng / ſahe er zween andere bꝛu - dere / Jacob den ſzon Zebedei vnnd Johannem ſeynen bꝛuder / ym ſchiff mit yhꝛem vater Zebedeo / das ſie yhꝛe netze flickten / vñ er rieff yhn. 87Bald lieſſen ſiedasſchiff vñ yhꝛen vatter / vñ folgeten yhm nach.

88Vnnd Jheſus gieng vmb her ym gantzen Gallileyſchen land / le - ret ynn yhꝛen ſchulen / vnnd pꝛediget das Euangelion võ dem reych / vnnd heylet allerley ſeuche vnnd kranckeyt ym volck /89 vnnd ſeyngeruchta iij[14]Euangeliongerucht erſchall yn das gantz Syrien land / vnnd ſie bꝛachten zu yhm alle kranckenn / mit mancherley ſeuchen vnnd quall behafft / diebe - ſeſſenen / die monſuchtigen vnd die gichtpꝛuchtigen / vnnd er macht ſie alle geſundt /90 vnd es folgete yhm nach viel volcks / von Gallilea / von den tzehen ſtedten / von Jheꝛuſalem / vom iudiſchen land / vnnd von ihenſytt des ioꝛdans.

Das funffte Capitel.

91DA er aber das volck ſahe / ſteyg er auff eynen berg / vñ ſatzet ſich / vnnd ſeyne Junger tratten zu yhm /92 vnnd er thatt ſey -Luce. 6. nen mund auff / leret ſie / vñ ſpꝛach /93 Selig ſind / die da gey -(beſitzen) die welt vermeynt die er - den zu beſitzen vñ das yhr zu ſchutzẽ wenn ſie gewalt vbet / aberCh[]i - ſtus leret / das man die erden al - leyn mit ſenfft - mutickeyt on ge - walt behalt. ſtlich arm ſind / deñ das hymelreych iſt yhr /94 Selig ſind / die da leyde tragẽ / deñ ſie ſollen getroſtet werden /95 Selig ſind die ſenfft - mutigen / denn ſie werden das erdreych beſitzen /96 Selig ſind die da hungert vnnd durſtet nach der gerechtickeyt / denn ſie ſollen ſatt wer - den /97 Selig ſind die barmhertzigẽ / deñ ſie werdẽ barmhertzickeyt er - langẽ /98 Selig ſind die võ hertzen reyn ſind / denn ſie werden got ſcha - wen /99 Selig ſind die fridfertigen / deñ ſie werden gottes kynder heyſ - ſen /100 Selig ſind / die vmb gerechtickeyt willen verfolget werden / deñ das hymel reych iſt yhꝛ /101 Selig ſeyd yhr / wenn euch die menſchenn(fridfertigen) Die fridfertigen ſind mehr denn fridſa - men / nemlich / die den frid machen furdern vnderhal - ten vnter andern / wie Chꝛiſtus vns bey gott hatt frid gemacht. ſchmehen vnd verfolgen / vnd reden allerley arges widder euch ſo ſie daran liegẽ vmb meynen willen. 102Habt freud vnnd wonne / Es wirt euch ym hymell woll belonet werden / denn alſo haben ſie veꝛfolgt die pꝛopheten / die fur euch geweſen ſind.

103Yhꝛ ſeyddasſaltz der erdẽ / wo nu das ſaltz thum wirtt / was[kan] man da mit ſaltzen? Es iſt zu nicht hynfurtt nutz / denn das man es hyn auſz ſchutte / vñ laſz die leutt zur trettenn. 104Yhꝛ ſeyd das liecht der welt / Es mag die ſtat die auff eynem berge ligt nit verporgen ſeyn /105(das ſaltz) wenn die lerer auff hoꝛẽ gottes woꝛtt zule - ſen / muſſen ſie von menſchen geſetzen vberfallen vnd zu tretten werden. Man tzundt auch nicht eyn liecht an vñ ſetzt es vnter eynen ſcheffell / ſondern auff eynen leuchter / ſo leuchtet es denn allen / die ym hawſe ſind /106 Alſo laſt ewer liecht leuchtẽ fur den leutten / das ſie ewere gu - te werck ſehen / vnnd ewrn vatter ym hymel pꝛeyſſenn.

(auff loſet) Alſo thut der Papiſten hauff / ſagen / diſe gepott Chꝛiſtiſey - en nicht gepott ſondern redte.107Yhꝛ ſollt nit wehnen / das ich komen byn das geſetz odder diepꝛo - pheten auff zu loſen / ich byn nit komen auff zuloſen / ſondernn zu er - fullen /108 denn ich ſage euch warlich / bis das hymel vñ erden zurgehe / wirt nit zur gehen / der kleyniſt buchſtab / noch eyn tittle vom geſetz / bis das es alles geſchehe.

(kleyniſt heyſſen) das iſt / wenigge - acht ſonder ver - woꝛffen werden. (groſſz heyſſen) das iſt / groſzge - acht werden.109Wer nu eyns von diſzen kleyniſten gepotten auff loſzet / vnnd leret die leutt alſo / der wirtt der kleyniſt heyſſen ym hymel reych / Wer es aber thut vnnd leret / der wurtt groſz heyſſen ym hymel reych.

110Denn ich ſage euch / Es ſey denn ewr gerechtickeyt beſſer / denn(der phariſeer) Der phariſeer fromkeyt ſteht al - der ſchꝛifftgelerten vnnd phariſeer / ſo werdet yhꝛ nit yn das hymel reych komen.

Yhꝛ habt[15]Sanct Matthes. IIII.

111,Exod 20. et 21. Leui. 24.Yhꝛ habt gehoꝛtt / das zu den alten geſagt iſt / du ſollt nit todten /leyn in auſſerlichẽ werckẽ vñ ſcheyn Chꝛiſtus aberfod - der dets hertzen fromkeyt. wer aber todtet / der ſoll des gerichts ſchuldig ſeyn. 112Jch aber ſageeu - ch / wer mit ſeynem bꝛuder zurnet / der iſt des gerichts ſchuldig / wer aber zu ſeynem bꝛuder ſagt / Racha / der iſt des rads ſchuldig / wer aber ſagt / du narr / der iſt des helliſchen fewrſz ſchuldig. (Racha) Racha iſt das rauchſchaꝛ - ren ym halſz / vnd begreyffet allezoꝛ - nige zeychen.

113Darumb weñ du deyn gabe auff den allter opfferſt / vñ wirſt alda eyndencken / das deyn bꝛuder ettwas widder dich hab /114 ſo las alda fur dem altar / deyn gabe / vnnd gehe zuuoꝛ hyn / vnnd verſune dich mitt deynem bꝛuder / vnnd als denn kom vnnd opffer deyn gabe.

115Sey willfertig deynem widerſacher / bald / die weyl du noch mit yhm auff dem wege biſt / auff das dich der widderſacher nit der mal eyns vbir antwoꝛtte dem richter / vñderrichter vbirantwoꝛte dich dem diener / vñ werdiſt yñ kercker gewoꝛffẽ /116 warlich ich ſage dyr / du wirſt nit von dannen erauſz komen / bis du auch den letzten heller bezaleſt.

117,Exod. 20.Yhꝛ habt gehoꝛtt / das zu den alten geſagt iſt / du ſollt nit ehebꝛe - chen. 118Jch aber ſag euch / wer eyn weyb an ſihet / yhꝛ zu begeren / der hat ſchon mit yhꝛ die ehe bꝛochen ynn ſeynem hertzen.

119Ergert dich aber deyn rechtes aug / ſo reyſz es auſz / vnd wirffs võ(reyſz) Geyſtlich auſz reyſſẽ / iſt hie gepotten / das iſt / wenn der augen luſt getodtet wirt ym hertzen vnnd auethun. dyr. Es iſt dyr beſſer / das eyns deyner glyd verderb / vnd nicht der gantze leyb ynn die helle gewoꝛffen werde /120 Ergert dich deyne rechte hand / ſzo haw ſie abe vnd wirff ſie von dyr / Es iſt dyr beſſer /daseyns deyner glid verderbe / vnd nit der gantze leyb ynn die helle gewoꝛffen(ſchweren) Alles ſchweren vnd ey - den iſt hieverpot - ten / das der men - ſch von yhm ſelber thutt / wens aber die lieb / nodt / nutz des nehiſten / odder gottis ehꝛe foddert / iſt wol - thun / gleych wie auch der zoꝛn ver - potten iſt / vnnd doch loblich weñ er aus liebe vñ zu gottes ehꝛen / er - foddert wirt. werde.

121,Matth. 18. Marci. 9. Deu. 24. Matth. 19. Marci. 10. Luce. 16.Es iſt wol geſagt / wer ſich võ ſeynem weybe ſcheydet / der ſoll yhꝛ geben eynẽ ſcheydbꝛieff. 122Jch aber ſag euch / wer ſich võ ſeynem weyb ſcheydet (es ſey denn vmb ehebꝛuch) der macht / das ſie die ehe bꝛicht / vnnd wer eyn abgeſcheydete freyet / der bꝛicht die ehe.

123,Leuit. 19Yhꝛ habt weyter gehoꝛet / das zu den allten geſagt iſt / du ſolt keyn falſchen eyd thun / vnd ſollt gott deynen eydt hallten. 124Jch aber ſage euch / das yhꝛ allerding nicht ſchweren ſolt / widder bey dem hymel denn er iſt gottis ſtuel125 noch bey der erden / denn ſie iſt ſeyner fuſſe ſchemel / nach bey Jheruſalẽ / deñ ſie iſt eynis groſſen konigs ſtadt /126 Auch ſoltu nit bey deynem hewbt ſchweren / denn du vermagiſt nitt(nitt widder ſtre - ben) das iſt / nie - mant ſoll ſich ſelb rechen noch rach ſuchen auch fur gericht / auch nitt rach begerẽ. Aber die vbitkeytt des ſchwerds / ſol ſol - chs thun / vonn yhr ſelbs odder durch den nehiſtẽ aus lieb ermanet vnnd erſucht. eyn eynigs har weyſſz odder ſchwartz tzu machen /127 Ewr rede aber ſey ya / ya / neyn / neyn / was daruber iſt / das iſt vom argen.

128,Leui. 24 Deu. 19. Luce. 6.Yhꝛ habt gehoꝛt / das geſagt iſt / Eyn aug vmb eyn aug / eynen zan vmb eynen zan. 129Jch aber ſage euch / das yhꝛ nitt wider ſtreben ſolt dem vbel / ſondern ſo dyr yemant eyn ſtreych gibt auff deyn rechten backen / dem biete den anderñ auch dar. 130Vñ ſo ymand mit dyrrech - ten will / vñ deynẽ rock nehmen / dem laſz auch den mantell. 131Vnd ſo dich ymant nottiget eyn meyle / ſo gang mit yhm zwo. 132Gib dem der dich bittet / vnnd wende dich nit von dem / der von dyr boꝛgen will.

Yhꝛ habt[16]Euangelion

133Yhꝛ habt gehoꝛet das geſagt iſt. Du ſollt deyn nehiſten lieben vñLeui. t19. et. 26. Luce. 6. deynen feynd haſſen. 134Jch aber ſage euch / Liebet ewere feynde /bene - deyt die euch maledeyẽ / thut wol den die euch haſſen / bittet fur die / ſo euch beleydigen vnnd verfolgen /135 auff das yhꝛ kynder ſeyd ewers vatters yhm hymel / Deñ er leſt ſeyn Sonne auff gehen vbir diebo - ſen vñ vbir die gutten / vñ leſt regnen vbir gerechten vñ vngerechten /136 denn ſo yhꝛ liebet / die euch lieben / was werdet yhꝛ fur lohn haben(zollner) heyſſen latiniſchPublica - ni vnd ſind gewe - ſen / die der Ro - mer rendte vnnd zoll beſtanden ha - ten / vnnd waren gemeyniglichgot - loſze heyden /da - hyn von den Ro - mern geſatzt. Thun nit daſſelb auch die zollner? 137Vñ ſo yhꝛ euch nur zu ewernbꝛu - dern freuntlich thut /wasthutt yhꝛ ſonderlichs? thun nit die tzollner auch alſo? 138Darumb yhꝛ ſollt volkomen ſeyn / gleych wie ewr vatter ym hymell volkomen iſt.

Das ſechſt Capitel.

139HAbt acht auff ewr almoſzen / das yhꝛ die nitt gebet / fur den leutten / das yhꝛ vonn yhn geſehen werdet / yhꝛ habt anders keynen lohn bey ewrm vatter ym hymel /140 wenn du nu almo - ſen gibſt / ſolltu nitt laſſen fur dyr poſaunen / wie die heuch -Matth. 23. ler thun yn yhꝛen ſchulen vñ auff den gaſſen / auffdasſie von den leutẽ gepꝛeyſſet werden / warlich / ich ſage euch / ſie haben yhꝛn lohn da - hyn. 141Wenn du aber almoſen gibſt / ſo laſz deyne lincke hand nitt wiſſen / was die rechte thut /142 auff das deyn almoſen verpoꝛge ſey / vñ deyn vatter / der ynn das verboꝛgen ſihet / wirt dyrs vergeltenoffent - lich.

143Vnnd weñ du bettiſt / ſoltu nitt ſeyn / wie die heuchler / die da ger - ne ſtehen vnnd beten ynn den ſchulen / vnd an den ecken auff den gaſ - ſen / auff das ſie von den leuten geſehen werden / warlich / ich ſa - ge euch / ſie habẽ yhrn lohn dahyn /144 Wenn aber du bettiſt / ſo gehe yñ deyn kemerleyn / vnnd ſchleuſz die thur zu / vnnd bete zu deynem vater verpoꝛgen / vnnd deyn vatter / der yn das verpoꝛgen ſihet / wirt dyrs vergelten offentlich.

145Vnnd wenn yhꝛ betet / ſollt yhꝛ nitt viel plappern / wie die hey - den / deñ ſie meynen / ſie werden erhoꝛet / weñ ſie viell woꝛtt machẽ /146 darumb ſolt yhꝛ euch yhn nit gleychen / Ewer vatter weyſz / was yhꝛ bedurfft / ehe dann yhꝛ yhn bittet /147 darumb ſolt yhꝛ alſo beten.

Vnſer vater yñ dem hymel. Deyn name ſey heylig. 148Deyn reychko -Luce. 11. me. Deyn wille geſchehe auff erdẽ wie ynn dem hymel. 149Vnſer teglich bꝛott gib vnns heutt /150 vnd vergib vns vnſere ſchulde / wie wyr vnſerñ ſchuldigern vergeben /151 vnnd fure vnns nitt ynn verſuchung / ſon - dern erloſe vns võ dem vbel / denn / deyn iſt das reych / vnd die krafft / vnnd die herlickeyt in ewickeyt. Amen. 152Denn ſo yhꝛ vergebt den menſchen yhꝛe feyle / ſo wirtt euch ewr hymeliſcher vatter auchverge - ben /153 wo yhꝛ aber den menſchen nit vergebt yhꝛe feyle / ſo wirtt euch ewr vater auch nitt vergeben ewre feyle. Matth. 18. Marci. 11.

154Wann yhꝛ faſtet / ſolt yhꝛ nit ſawer ſehen wie die heuchler / denn ſie verſtellen yhꝛ angeſicht / auff das ſie fur den leutten ſcheynen mitt yhꝛem faſten / warlich / ich ſag euch / ſie habẽ yhꝛn lohn dahyn. Weñdu aber[17]Sanct Matthes. V.155du aber faſtiſt / ſo ſalbe deyn hewbt / vnnd waſche deyn angeſicht /156 auff das du nitt ſcheyniſt fur den leutten / mitt deynem faſten / ſon - dern fur deynem vatter / welcher verpoꝛgen iſt / vnd deyn vatter / der do ynn das voꝛpoꝛgen ſihet / wirt dirs vergelten offentlich.

157,Luce. 12.Yhꝛ ſollt euch nit ſchetze ſamlen auff erden / da ſie der roſt vnd die motten freſſen / vñ da die diebe nach graben vñ ſtelen. 158Samlet euch aber ſchetze ym hymel / da ſie widder roſt noch motten freſſen / vnnd da die diebe nit nach graben / noch ſtelen /159 denn wo ewer ſchatz iſt / do iſt auch ewr hertz.

160,Luce. 11.Das auge iſt des leybs liecht / weñ deyn auge eynfeltig iſt / ſo wirt deyn gantzer leyb liecht ſeyn /161 weñ aber deyn aug eyn ſchalck iſt / ſo wirt deyn gantzer leyb finſter ſeyn. Weñ aber das liecht / das yñ dyr iſt / finſterniſz iſt / wie groſz wirtt denn die finſterniſz ſelber ſeyn?

162,Luce. 16.Niemant kan zweyen herrnn dienen / entweder / er wirt eynenhaſ - ſen / vnnd den andern liebẽ / odder wirt eynem anhangen / vnnd den andern verachten / yhꝛ kund nitt gott dienen vnnd dem Mammon /163 Darumb ſage ich euch / ſoꝛget nit fur ewr leben was yhꝛ eſſen vñtrin - cken werdet / auch nitt fur ewern leyb / was yhꝛ antzihen werdet / iſt nitt das leben mehꝛ denn die ſpeyſe / vnd der leyb mehꝛ denn die kley - dung? 164Sehet an die vogel vnter dem hymell / ſie ſeen nitt / ſie erndtenLuce. 12. nit / ſie ſamlen auch nitt ynn die ſchewren / vnnd ewr hymliſchervat - ter neeret ſie doch. Seyd yhꝛ denn nitt viel mehꝛ denn ſie?

165Wer iſt vnnter euch / der ſeyner lenge eyn elle tzuſetzen muge? ob er gleych dꝛauff ſoꝛget /166 woꝛumb ſoꝛget yhꝛ denn fur die kleydung? Schawet die lilien auff dem feld / wie ſie wachſen / ſie erbeytten nitt / auch nehen ſie nit /167 ich ſage euch / das auch Salomon ynn alle ſeyner herlickeyt / nit bekleydt geweſen iſt / als der ſelbigenn eyns /168,2. Cor. 9. So dañ gott das graſz auff dem felld alſo kleydet / das doch heutte ſteht / vnnd moꝛgen ynn denn offen gewoꝛffen wirtt / ſollt er das nit viel mehꝛ euch thun / o yhꝛ kleyn glewbigen?

169Darumb ſollt yhꝛ nitt ſoꝛgen / vnd ſagen / was werden wyr eſſen /(ſeyn eygen vbell) das iſt teglichear - beytt / vnnd will / es ſey gnug das wir teglicharbey - ten / ſollen nicht weytter ſoꝛgen. was werden wir trincken / wo mit werdẽ wyr vnns kleyden? 170Nach ſolchem allem trachten die heyden. Denn ewr hymliſcher vatter weyſz / das yhꝛ des alles bedurffet /171 tracht am erſten nach dem reych gottis / vnnd nach ſeyner gerechtickeyt / ſzo wirt euch ſolchs alles zufallen /172 Dꝛumb ſoꝛget nit fur den andern moꝛgenn / denn der moꝛgene tag / wirt fur das ſeyn ſoꝛgenn. Es iſt gnug das eyn iglich tag ſeyn eygen vbell habe.

Das ſiebend Capitel.

Richtet[18]Euangelion

173,Richten gehoꝛtt alleyn gott / dar - umb wer richtet on gottes beuehl /dernympt gott ſeyn ehre / vnnd diſz iſt der balck.RJchtet nit / auff das yhꝛ nit gerichtet werdet /174 denn mit wil -Luce. 6. cherley gericht yhꝛ richtet / wirt euch gerichtet werden / vnd mit welcherley maſz yhꝛ meſſet / wirt euch gemeſſenn wer - den. 175Was ſiheſtu aber den ſpꝛeyſſen ynn deyns bꝛudersau - ge / vnd wirſt nit gewar des balckenn ynn deynem auge?176 odder wie tharſtu ſagen zu deynem bꝛuder / hallt / ich will dir den ſpꝛeyſſen aus dem auge tzihen / vnnd ſihe / eyn balcke iſt ynn deynem auge. 177Du heuchler zeuch am erſten den balckẽ auſz deynem auge / darnach be - ſihe / wie du den ſpreyſſen auſz deyns bꝛuders auge zihiſt.

178,(heyligthum) das heyligthũ iſt go[t]tes wort da durch alle dingge - heyligett werdẽ /Yhꝛ ſollt das heylthum nit den hunden geben / vnnd ewere perlen ſolt yhꝛ nit fur die ſew werffen / auff das ſie die ſelbigen nitt zur tret - ten / mit yhꝛen fuſſen / vnnd ſich wenden / vnnd euch zu reyſſen.

179,(hunden) hund ſind die das woꝛt verfolgenn (ſew) ſew ſeind / die er - ſoffen ynn fleyſch - lichem luſt / das woꝛt nicht achtẽ.Bittet / ſo wirt euch gebẽ / ſucht / ſo werdet yhꝛ finden / klopfft an /Luce. 11. Jacob. 1. Deu. 4. ſo wirt euch auff gethan /180 denn wer do bitt / der empfehet / vñ wer do ſucht / der findt / vnnd wer do anklopfft / dem wirt auffgethan. 181Wil - cher iſt vnter euch menſchẽ / ſo yhn ſeyn ſon bittet vmbs bꝛott / der ym eynen ſteyn biete /182 odder ſo er yhn bittet vmb eyn fiſch / der yhm eyn ſchlangẽ biete?183 ſo deñ yhꝛ / die yhꝛ doch arge ſeydt / kund dennochgut - te gaben ewern kindernn geben / wie viel mehꝛ / ewer vater ym hy - mel / wirtt guttes geben / den die yhn bitten?

184Alles nu / das yhꝛ wollet / das euch die leutte thun ſollenn / dasLuce. 6. thutt yhn auch yhꝛ / das iſt das geſetz vnnd die pꝛopheten.

185Gehet eyn durch die enge pfoꝛte / denn die pfoꝛtt iſt weyt / vnndLuce. 13. der weg iſt bꝛeytt / der do abfuret zur verdamnis / vnnd yhꝛ ſind viel / die da durch gehen /186 vnnd die pfoꝛt iſt enge / vnnd der weg iſt ſchmal / der do zum leben furet / vnnd wenig iſt yhꝛ / die yhn finden.

187Sehet euch fur / fur den falſchen pꝛopheten / die zu euch komenMarci. 8. Luce 12. ynn ſchaffs kleydern / ynnwendig aber ſind ſie reyſſende wolffe /188 An yhꝛen fruchten ſolt yhꝛ ſie erkennen / Mag man auchweyndꝛaw - ben ſamlen von den doꝛnen? odder feygen von den diſtellñ? 189,Luce. 6.Alſo eyn iglicher guter bawm bꝛingt gutte fruchte / aber eynn fauler bawm bꝛingt arge fruchte /190 Eynn guter bawm kan nitt arge fruchte bꝛingen / vnnd eyn fawler bawm kan nit gute frucht bꝛingen /191 Eyn iglicher bawm / der nit gute frucht bꝛingt / wirtt abgehawen vnnd ynſz fewr gewoꝛffen /192 darumb an yhꝛen fruchten ſollt yhꝛ ſie erkennen.

193Es werden nicht alle / die zu mir ſagen / Herr herr / yñ das hymel reych komenn / ſondern / die do thun den willen meynes vaters yhm(thut) Hie fod - dert Chꝛiſtus au - ch den glawben / deñ wo nit glaub iſt / thut man die gepot nitt / Ro. 3. vnnd alle gutte werck nach dem ſcheyn / on glaw - benn geſchehenn ſeyn ſund Dage - gen auch wo gla - hymel. 194Es werdeñ viel zu mir ſagen an ihenem tag. Herre her haben wyr nitt yn deynem namẽ weyſſaget? haben wyr nitt ynn deynemna - men teuffel auſztrieben? haben wyr nit ynn deynem namen vielthat - ten than?195 dann werd ich yhn bekennẽ / ich hab euch noch nie erkand / weychet alle von mir yhr vbeltheter. Pſalm. 6.

196Darumb wer diſze meyne rede hoꝛet / vnd thut ſie / den vergleychLuce. 13. Luce. 6. ich eynem klugen mann / der ſeyn hawſz auff eynen felſzen bawet /197 da nu eyn platz rege fiel / vnnd eyn geweſſer kam / vnnd webetendie wind[19]Sanct Matthes. VI.die wind / vnd ſtieſſen an das hawſz / fiel es doch nicht / denn es warwb iſt / muſſen re - cht gutte werck folgen / das heyſ - ſet Chꝛiſtꝰ (thun) von reynem hertzẽ thun. Der glawb aber reynigt das hertz. Act. 15. vnd ſolche fromkeytt / ſteht veſt wider alle wind / das iſt alle macht derhel - len / deñ ſie iſt auff den felſz Chꝛiſtũ / durch den glaw - benn gebawet. Gutte werck on glawben / ſeyn der toꝛichtenn iunck - frawen lampen on ole. auff eyn felſzen gegrundt. Vnnd wer diſze meyne rede hoꝛet / vnnd thut ſie nitt / der iſt eynem toꝛichten mann gleych / der ſeyn hauſz auff den ſand bawet / da nu eyn platzrege fiel / vnd kam eyn geweſſer / vnd webeten die winde / vnd ſtieſſen an das hawſz / da fiel es / vnnd ſeyn fall war groſſz.

198Vnnd es begab ſich / da Jheſus diſze lere volendet hatt / entſatzte ſich das volck vbir ſeyner lere /199 denn er pꝛediget gewalticklich / vnd nitt wie die ſchꝛifftgelerten.

Das acht Capitel.

200,Marci. 1. Luce. 5.DA er aber vom berge herab gieng / folgte yhm viel volcks nach /201 vnd ſihe / eyn auſzetziger kam / vnd bettet yhn an / vnd ſprach / Herr ſo du willt / kanſtu mich wol reynigen /202 vnnd(So du wilt) der glaub weyſz nit / vertrawet aber auff gottes gnad. Jheſus ſtreckt ſeyne hand auſz / rurt yhn an / vnnd ſpꝛach / ich wills thun / ſey gereynigt / vnd als bald wart er von ſeym auſzſatz reyn /203 vnnd Jheſus ſpꝛach zu yhm /ſieh zu / ſags niemant / ſondernn ganng hyn vnnd tzeyg dich dem pꝛieſter / vnnd opffere die gabe / die(Uber ſie) Moſ. nẽ net das geſetz ein zeugnis vber das volck / Deu. 31. deñ das geſetzbeſchul - diget vns / vnnd iſt eyn tzeug / vber vnſer ſund / alſzo hie / die pꝛieſter ſo ſie zeugen / Chꝛi - ſtus hab diſennge - reyniget / vndgleu - ben doch nicht / zeugen wider ſi - ch ſelb. Moſes befolhen hat / zu eynem tzeugnis vber ſie.

204Da aber Jheſus eyngieng zu Capernaum / tratt eyn hewbtmann zu yhm der batt yhn205 vnd ſpꝛach / Herr / meyn knecht ligt zu hauſz / vñLuce. 7. iſt gichpꝛuchtig / vnnd hat groſſe quall /206 Jheſus ſpꝛach zu yhm / ich will komen / vnd yhn geſund machen. 207Der hawbtman antwortt vñ ſpꝛach. Herr ich byn nit wertt / das du vnter meyn dach gehiſt / ſon - derñ ſpꝛich nur eyn woꝛtt / ſo wirt meyn knecht geſund. 208Denn ich byn eyn menſch / datzu der vberkeyt vnterthan / vñ habe vnter myr kriegs knecht / noch wenn ich ſage zu eynem / gehe hyn / ſo gehet er / vnd zum andern / kom her / ſo kompt er / vnnd zu meynem knecht / thu das / ſzo thut ers. 209Da dasJheſushoꝛet / verwundert er ſich / vñ ſpꝛach zu den /(wenn ich ſage) das iſt. Sindmey - ne woꝛtt ſo mech - tig / wie vielmech - tiger ſind denndey - ne woꝛtt? die yhm nach folgeten / Warlich / ich ſage euch / ſolchen glawbẽ hab ich yn Jſrahel nit funden. 210Aber ich ſage euch / viel werden komen vom moꝛgen vnd vom abent / vnd ſitzen mitt Abꝛaham vnnd Jſaac vnnd Jacob / ym hymel reych /211 Aber die kinder des reychs / werden auſzgeſtoſſen ynn die auſzerſten finſterniſſz / da wirt ſeyn weynen vñ tzeen klappen. 212Vnd Jheſus ſpꝛach zu dem hewbtman / gehe hynn /(von morgen et. ) das iſt / die heydẽ werdenangenom - men / darumb das ſie glawben wer - den / die iuden vnd werck heylgenver - woꝛffen. Ro. 9. dyr geſchehe / wie du geglewbt haſt / vnnd ſeynn knecht wart zu der ſelbigen ſtund geſund.

213,Marci. 1. Luce. 4.Vnd Jheſus kam ynn Peters haus / vñ ſahe das ſeyne ſchwyger lag vnd hatte das fiber /214 da greyff er yhꝛ hand an / vnnd das fiber ver - lieſz ſie / vnnd ſie ſtund auff / vnnd dienete yhn.

215,Marci. 1.Am abent aber / bꝛachten ſie viel beſeſſener zu yhm / vnnd er treyb die geyſter auſz mitt woꝛtten / vnnd machte alle krancken ge -Jſai. 53. ſundt216 auff das erfullet wurd / das da geſagt iſt / durch den pꝛophetẽ Jſaia / der do ſpꝛicht / Er hatt vnſer ſchwacheyt auff ſich genomen / vnd vnſer ſeuche hatt er getragen.

Vnd da Jheſus[20]Euangelion

217Vñ da Jheſus viel volcks vmb ſich ſahe / hies er man ſolt hynvber ienſyd des meers faren /218 vñ es tratt zu yhm eyn ſchꝛifftgelerter / derLuce. 9. ſpꝛach zu yhm / Meyſter / ich will dyr folgen / wo du hynn gehiſt /219 vñ Jheſus ſagt zu yhm. (wo du hyn etc.) Ettlich wollen Chꝛiſto nicht fol - gen / ſie ſeyn deñ gewiſſz wo hyn / darumb verwirfft Chꝛiſtus diſzen / als der nichttrau - wen / ſondern zu uoꝛ / der ſach ge - wiſſz ſeyn will.Die fuchſze haben gruben / vnd die vogel vnter dem hymell haben neſter / aber des menſchen ſon hat nit / da er ſeyn hewbt hyn lege /220 Vnnd ein ander vnter ſeynen Jungern / ſpꝛach zu yhm / Herr / erleube myr / das ich hyn gehe / vnnd zuuoꝛ meynen vat - ter begrabe(Begrabe etc.) Ettlich wenden gute werck fur / das ſie nicht fol - gen odder glew - ben wollen. Aber die deuttet Chꝛi - ſtus todte vndver - loꝛne gute werck.. 221Aber Jheſus ſpꝛach zu yhm / folge du mir / vnnd las die todten yhꝛe todten begraben.

222Vnnd er tratt ynn das ſchiff / vnd ſeyne iungere folgeten yhm /223 vñ ſihe / da erhub ſich ein groſſe vngeſtum ym meer / alſo das auch dasMar. 4. Luce. 8. ſchifflin mit wellen bedeckt wart / vnnd er ſchlieff /224 vnnd die iungere tratten zu yhm / vnd weckten yhn auff / vnd ſpꝛachen / Herr / hilff vns wyrverderben /225 da ſaget er zu yhn / yhꝛ kleynglewbigen warumb ſeytt yhꝛ ſo furchtſam? vñ ſtund auff / vnd bedꝛawtte den wind vnnd das meer / da wart es gantz ſtill. 226Die menſchen aberverwunderten ſich / vnd ſpꝛachen / was iſt das fur ein man / das yhm der wind vnd das meere gehoꝛſam ſind?

227Vnnd er kam ienſyd des meers ynn die gegend der Gergeſener / da lieffen yhm entkegen tzween beſeſſene / die kamen auſz den tod -Marci. 5. Luce. 8. tengreben / vnd waren ſeer grymmig / alſzo / das niemand kund die ſelbigen ſtraſſz wandelln /228 vnnd ſihe / ſie ſchꝛiehen vnnd ſpꝛachen Ach Jheſu du ſon gottis was haben wir mitt dyr tzu thun / biſtu her komẽ vns zu quelen / ehe denn es zeyt iſt? 229Es war aber fernn võ yhn / ein groſſe herdt ſew an der weyde /230 da baten yhn die teuffell / vnnd ſpꝛachen / wiltu vns auſz treyben / ſo erleube vns ynn die herd ſew zu faren /231 vnd er ſpꝛach / faret hyn / da furen ſie auſz / vnd furen ynn die herd ſew / vnnd ſihe / die gantze herd ſew ſtoꝛtzt ſich mitt einem ſturm ynſz meer / vnnd erſoffen ym waſſer /232 vnnd die hirten flohen / vñ giengen hynn ynn die ſtadt / vnd ſagten das alles / vnd wie es mit den beſeſſenen ergangen war /233 vnnd ſihe / da gieng die gantze ſtadt erauſz Jheſu entgegen / vnnd da ſie yhn ſahen / baten ſie yhn / das er weychen wolt von yhꝛ grentze.

Das neund Capitel.

234DA trat er ynn das ſchiff / vñ fur widder hervber / vñ kam yñ ſeyne ſtadt(Seyne ſtadt) Capharnaum. /235 vñ ſihe / da bꝛachtenn ſie zu yhm einen gichpꝛu -Marci. 2. Luce. 5. chtigen / der lag auffem bett. Da nun Jheſus yhꝛen glaw - ben ſahe / ſpꝛach er zu dem gichpꝛuchtigen / ſey getroſt meyn ſzon / deyn ſund ſind dyrvergeben. 236Vnnd ſihe / ettlich vnter den ſchꝛifftgelerten / ſpꝛachẽ bey ſich ſelbs / diſzer leſteret gott. 237Da aber Jheſus yhꝛe gedãcken ſahe / ſpꝛach er / warumb denckt yhꝛ ſzo arges ynn ewren hertzen?238 wilchs iſt leychter? tzu ſagen / dyr ſind deyne ſund vergeben? odder zu ſagen / ſtand auff vnd wandele? 239Auff das yhꝛ aber wiſſet / das des menſchẽ ſzon macht habe / auff erden / die ſund tzuvergeben / ſpꝛach er tzu dem gichpꝛuchtigen / ſtand auff / hebauff dein[21]Sanct Matthes. VII.auff deyn bette / vnd gang heym /240 vnd er ſtund auff vnd gieng heym. 241Da das volck das ſahe / verwunderte es ſich / vnd pꝛeyſzete gott der ſolche macht den menſchen geben hatt.

242,Marci. 2. Luce. 5.Vnnd da Jheſus von dannen gieng / ſahe er eynen menſchen am tzoll ſitzen / der hieſz Mattheus / vnnd ſpꝛach tzu yhm / folge myr / vñ er ſtund auff / vnd folgete yhm. 243Vñ es begab ſich / da er tzu tiſch ſaſz ym hauſze / ſihe / da kamen viel tzollner vnnd ſunder vnnd ſaſſen tzu tiſch mitt Jheſu vnd ſeynen Jungern. 244Da das die phariſeer ſahen / ſpꝛachen ſie tzu ſeynen Jungernn / warumb iſſet ewer Meyſter mitt den zollnerñ vnnd ſundern? 245Da das Jheſus hoꝛet / ſpꝛach er tzu yn / Die ſtarcken durffen des artztes nit / ſondernn die krancken /246 GehetHoſe. 6. aber hyn / vnd lernet / was das ſey (Jch hab ein wolgefallen an der barmhertzigkeyt / vnnd nicht am opffer)(nicht am opfer) Chꝛiſtus ſpꝛicht er eſſze mitt ſundern das er barmher - tzigkeyt beweyſe vnd heyſt die pha - riſeer auch barm - herzigkeytbewey - ſen vnnd die ſun - der nicht verach - ten / drumb dasal - leyn ditz gutte werck ſind / die dem nehiſten tzu gut komẽ / ſingens faſtens / opffers / acht gott nichts. Jch bynn komen denſzun - dernn zur buſſze zu ruffenn / vnnd nicht den frumen. (nicht den frumen) Chꝛiſtꝰ verwurfft alle menſchliche fromkeyt / vñ will das wir alleyn auf ſeyn fromkeyt ba - wen / darumb er auch hie ſpꝛicht / er ruffe alleyn den ſondern / vnd 1. Ti - mot. 1. ſpꝛichtPau - lus Chꝛiſtus ſey in die weltt komen / die ſunder ſelig zu machen.

247Jn des kamen die iungere Johannis tzu yhm vñ ſpꝛachen /War -Marci. 2. Luce. 5. umb faſtẽ wyr vñ die phariſeer ſzo viel / vñ deyne iunger faſten nicht? Jheſus ſpꝛach zu yhn / Wie konnẽ des bꝛeutgamſzkinderleyde tragẽ /(leyde tragen) Es iſt zweyerley leyden. Eyns aus eygner walange - nomen / als der monch regulen c. wie Baals pꝛie - ſter ſich ſelb ſtac - hen. 3. Reg. 18. Solchs leyden helt alle welt / vñ hielten die phari - ſeer / auch Johann - ſo lange der bꝛeuttgam bey yhn iſt? Es wirt aber die zeyt komẽ / das der bꝛeuttgam von yhn genomen wirt / alſz dann werden ſie faſten /248 Niemant flickt ein allt kleyd mit einem lappen võ newem tuch / deñ er reyſſet doch den lappen wider vom kleyd vnd der ryſſz wirt erger. 249Man faſſet auch nit den moſt yñ alte ſchleuche / anders die ſchleu - che zu reyſſen / vnd der moſt wirtt verſchutt / ſondern man faſſet den moſt yñ newe ſchleuche / ſo werdeñ ſie beyde mit eynander behalteñ

250,Marci. 5. Luce. 8.Da er ſolchs mitt yhn redet / ſihe / da kam der vbirſten einer tzu yhm / vnnd fiel fur yhm nyder vnnd ſpꝛach / Herre / mein tochter iſt itzt geſtoꝛben. Aber kum / vnd lege deyne hand auff ſie / ſzo wirt ſiele - bendig /251 Jheſus ſtund auff / vnnd folget yhm nach. 252Vnnd ſihe / ein weyb / das tzwolff iahr den bluttgang gehabt / tratt von hynden zu ym / vñ ruret ſeynes kleydis ſawm an /253 denn ſie ſpꝛach bey yhꝛ ſelbs / mocht ich nur ſeyn kleyd an rurẽ / ſo wurd ich geſund. 254Da wẽdet ſich Jheſus vmb / vnnd ſahe ſie vnnd ſpꝛach / ſey getroſt meyn tochter / dein glawb hatt dir geholffen / vnd das weyb ward zu der ſelbigen ſtunde geſund.

255,(pfeyffer) die man denn zu der leychebꝛau - chet vnnd bedeutten falſche lererVnnd als er ynn des vbirſten hawſz kam / vnd ſahe die pfeyffer vñ das getumele des volcks /256 ſpꝛach er zu yhn / weycht / denn das meyd - lin iſt nit todt / ſondern es ſchlefft. Vnd ſie verlachten yhn. 257Als aber das volck auſzgetrieben war / gieng er hyneyn vnnd ergreyff ſie bey der hand / da ſtund das meydlin auff /258 vnnd ditz gerucht erſchall ynn das ſelbige gantze land.

259Vnd da er von dannen furbaſz gieng / folgeten yhm tzween blyn - den nach / die ſchꝛiehen vnd ſpꝛachen / Ach du ſon Dauid / erbarm dich vnſer /260 vnnd da er heym kam / tratten die blinden zu yhm / vnnd Jheſus ſpꝛach zu yhn / glewbt yhꝛ / das ich euch ſolchs thun kan? DaſprachenB[22]Euangelionnis iungere fur gros. Aber gotver - acht es. Das an - der leyden / võ got on vnſer wal zu - geſchickt / als ſchand / todt c. Ditz williglich leyden iſt eyn recht kreutz vnd got ge - fellig. Darumb ſpri - cht chr̃us ſeyneiun - gere faſten nicht / die weyl derbreut - gam noch bey yhn iſt / das iſt die weyll yhnen gott noch nit hatt ley - den tzu geſchi - ckt / vnnd Chꝛiſtus noch bey yn war / vnnd ſie ſchutzet / ertichtẽ ſie yhnen keyn leyden / denn es iſt nichts fur gott / Sie muſten aber faſten / vnnd leyden denn / do Chꝛiſtus todtet ward / damittver - wurfft Chꝛiſtusderheuchler leyden vnd faſten / ausey - gner wal angeno - men. Jtem wo ſi - ch Chꝛiſtus frunt - lich ertzeygt / als eyn breutgam / do mus freud ſeyn / wo er ſich aberan - ders erzeygt / mus trawren ſeyn.ſpꝛachen ſie zu yhm / Herre / ia /261 da rurete er yhꝛ augen an / vnnd ſpꝛa - ch / Euch geſchehe nach ewrem glawben /262 vnnd yhꝛ augen wurden geoffnet / vnnd Jheſus bedꝛawet ſie / vnd ſpꝛach / ſehet zu / das es nie - mant erfare /263 aber ſie giengen auſz / vñ machten yhn ruchtpar ynn dem ſelben gantzen land.

264Da nu diſe waren hynaus komen / ſihe / da bꝛachten ſie tzu yhmMarci. 7. eynen menſchen der war ſtum vnnd beſeſſen /265 vnd da der teuffel war aus getrieben / redet der ſtumme / vnnd das volck verwunderte ſich / vnnd ſprach / ſolchs iſt noch nie ynn Jſrael erſeheñ woꝛden /266 aber die phariſeer ſpꝛachẽ / Er treybt die teuffel aus durch der teuffel vbirſten.

267Vnnd Jheſus gieng vmb her ynn alle ſtedte vnnd merckte / leretLuce. 10. ynn yhꝛen ſchulen / vnnd pꝛedigt das Euangelium von dem reych / vnnd heylte allerley ſeuche vnnd allerley kranckheyt ym volck /268 vnnd da er das volck ſahe / iameret yhn des ſelbigen / denn ſie waren verſchmacht vnnd zerſtrawet wie die ſchaff / die keynen hirtten ha - ben /269 da ſpꝛach er zu ſeynen iungernn / die ernd iſt groſz / aber wenig ſind der erbeyter /270 darumb bittet den herrn der erndte / das er erbey - ter ynn ſeyne erndte ſende.

Das zehend Capitel.

271UNnd er rieff ſeyne tzwelff iungere zu ſich / vnd gab yhnma -Marci. 6. cht / vber die vnſawbernn geyſter / das ſie die ſelbigen aus tryben / vnnd heylten allerley ſeuche vnnd allerley kran - ckheyt.

272Die namen aber der tzwelff apoſtel ſind diſe / der erſt / Simon /Luce. 6. genant Petrus / vnnd Andreas ſeyn bꝛuder / Jacobus Zebedei ſon / vnnd Johannes ſeyn bꝛuder /273 Philippus vnd Bartolomeus / Tho -(Nimant flickt) mit diſen woꝛtten weyſet er ſie von ſich / als die / ſoſey - ne leer / võ ſolcher freyheytt ſeyner iunger / nicht ver - ſtunden / vnd ſpꝛi - cht man kunde al - te kleyder nicht mit newen lappen flicken / deñ ſiehal - ten doch den ſtich nit / das iſt / man kunde diſe newe leer nit mit allten fleyſchlichen her - tzen begreyffen / Uñ wo mã ſiefley - ſchlichẽ leuten pꝛe dige / werde es nur erger / wie man itzt ſihet /dasſo man geyſtliche freyheyt leret / maſt ſich das fley - ſchderfreyheyt an / zu ſeynem mutt willen. mas vnnd Mattheus der tzollner / Jacobus Alphei ſon / Lebbeus / mit dem zu namen Thaddeus /274 Simon von Cana / vñ Judas Jſca - rioth / wilcher yhn verriehet.

275Diſe tzwelffe ſandte Jheſus / vnd gepott yhn vnd ſpꝛach / Geht nitLuce. 9. auff die ſtraſſe der heyden / vñ zihet nit yn die ſtedte der Samariter /276 Sondern gehet hyn tzu den verloꝛen ſchaffen aus dem haus Jſrael /277 geht aber vnnd pꝛedigt / vnnd ſpꝛecht / das hymelreych iſt nahe er bey komen /278 macht die ſchwachẽ geſund / reynigt die auſzſetzigen / weckt die todten auff / treybt die teuffel aus / vmbſunſt habt yhꝛs empfan - gen / vmbſonſt gebet es auch /279 habt nicht gollt noch ſylber / noch ertz ynn eweren gurttelen /280 auch keyn taſche zur weg fart / auch nit zween rocke / keyn ſchuch / auch keynen ſtecken / denn eyn arbeyter iſt ſeyner ſpeyſe werd.

281Wo yhꝛ aber yñ eyne ſtadt oder marckt gehet / da erkundigt euch[/]Luce. 10.ob yemand dꝛynnen ſey / der es werd iſt / vnnd bey dem ſelben bleybt bis yhꝛ von dannen zihet.

Wo yhꝛ[23]Sanct Matthes. VIII.

282Wo yhꝛ aber ynn eyn haus gehet / ſo gruſſet das ſelbige /283 vnnd ſodasſelbige haus werdt iſt / ſo wirt ewr frid auff ſie komen / iſt es aber nit werdt / ſo wirt ſich ewr frid widder zu euch wenden.

284Vñ wo euch ymant nit annehmen wirt / noch ewer rede horen / ſo gehet erauſz von dem ſelben hauſz odder ſtadt vnnd ſchuttellt den(ſchuttelt) alſzo gar nichts ſolt yhꝛ von yhn nemẽ / das yhꝛ auch yhꝛen ſtaub von ſchuchẽ ſchuttlet / das ſie erkennen / das yhꝛ nicht ewrn nutz / ſondern yhꝛ ſelig - keyt geſucht habt. ſtawb von ewren fuſſen /285 warlich / ich ſage euch / dem land der So - domer vnnd gomoꝛrer wirt es treglicher ergehen am iungſten geri - cht / denn ſolcher ſtadt.

286Sihe / ich ſende euch / wie die ſchaff mitten vnter die wolffe / dar - umb ſeytt klug wie die ſchlangen / vnnd on falſch wie die taubenn /287 Huttet euch aber fur den menſchen / denn ſie werden euch vbirant - woꝛtten fur yhꝛe radhewſer / vnnd werden euch geyſſelln ynn yhren ſchulen /288 vnd man wirt euch fur furſten vnnd konige furen vmbmey - nen willen / zum zeugnis vbir ſie vnd vbir die heyden.

289Wenn ſie euch nu vbirantwoꝛten werden / ſo ſoꝛget nicht wie oder was yhꝛ reden ſolt / denn es ſoll euch zu der ſtund geben werdeñ was yhꝛ reden ſollt /290 denn yhꝛ ſeyt es nicht die da reden / ſondernn ewers vaters geyſt iſt es / der durch euch redet.

291Es wirtt aber eyn bꝛuder den anderñ zum tod vbirantwoꝛten / vñ der vatter den ſon / vnd die kinder werden ſich empoꝛen widder dieel - tern / vnd yhn zum tod helffen /292 vnd muſſet gehaſſet werden von yder - man / vmb meynes namens willen. Wer aber bis an das ende be - harret / der wirt ſelig.

293Joh. 15.Wenn ſie euch aber ynn eyner ſtatt verfolgen / ſo fliehet yn eynan - dere / warlich ich ſage euch / yhꝛ werdet die ſtett Jſrael nitt auſzrich - ten(nicht auſrichten) als wollt er ſpre - chen / ich weyſz wol das ſie euch verfolgen werden denn dis volck wirt das euange - lium verfolgẽ / vnd nicht bekeretwer - den bis zu end der welt. bis des menſchẽ ſon komet. 294Der iunger iſt nit vbir den meyſter / noch der knecht vbir den herren /295 Es iſt dem iunger gnug das er ſey wie ſeyn meyſter / vnd der knecht wie ſeyn herr / Haben ſie den hauſz vatter Beelzebub geheyſſen / wie viel mehꝛ werden ſie ſeyne hauſzge - noſſen alſo heyſſen?296 darumb furcht euch nicht fur yhn.

Es iſt nichts verpoꝛgen / das nit offenbar werde / vnnd iſt nichts heymlich / das man nit wiſſen werde /297 was ich euch ſage ym finſter - nis / das redet ym liecht / vnd was yhr hoꝛet ynn das oꝛe / das pꝛedi - get auff den dechernn.

298Vnd furcht euch nit fur denen / die den leyp todten / vnd die ſele nit mugen todten / furcht euch aber viel mehꝛ fur dem / der da vermag / leyb vnd ſeel verderben ynn die helle. 299Kaufft man nitt zween ſper - ling vmb eynen pfennig? noch fellt der ſelbigẽ keyner auff die erden on ewren vatter /300 Nu aber ſind auch ewre hare auff dem hewbt alle gezelet /301 darumb furcht euch nit / yhꝛ ſeyd beſſer denn viel ſperlinge.

302,Marci. 8. Luce. 9.Darumb wer mich bekennet fur den menſchen / den will ich be - kennen fur meynem vatter ym hymel /303 wer mich aber verleugnet / fur den menſchen / den wil ich verleugnen fur meynem vater ym hymel. Yhꝛ ſoltB ij[24]Euangelion304Yhꝛ ſolt nit wehnen / das ich komen ſey frid zu ſenden auff erdenn /Luce. 12. ich bynn nit komen frid zu ſenden / ſondernn das ſchwerd /305 denn ich byn komen / den menſchen tzu erregen widder ſeynen vater / vnnd die tochter widder yhꝛe mutter / vnnd die ſchnur widder yhꝛe ſchwiger /306 vnd des menſchen feynd werden ſeyne eygen hauſzgenoſſen ſeyn.

307Wer vatter vnnd mutter mehr liebet denn mich / der iſt meyn nittLuce. 14. werd / vnnd wer ſzon odder tochter mehr liebet denn mich / der iſt meyn nitt werd /308 vnnd wer nit ſeyn creutze auff ſich nimpt vnnd foll - get mir nach / der iſt meyn nit werd /309 wer ſeyn leben findet / der wirtt es verlierenn / vnd wer ſeyn leben verleuret vmb meynen willen / der wirt es finden.

310Wer euch auff nimpt / der nimpt mich auff / vnnd wer mich auffMarci. 9. Luce. 10. nympt / der nympt den auff / der mich geſand hatt /311 wer eynenpꝛophe - ten auff nympt / ynn eynis pꝛopheten namen / der wirtt eyns pꝛophe - ten lohn entpfahen / wer eynen gerechten auff nympt / ynn eynis gere - chten namenn / der wirt eynis gerechten lohn entpfahen /312 vnnd wer diſer geringſten eynen nur mit eynem becher kalts waſſers trencket / ynn eyns iungern namen / warlich ſag ich euch / es wirt yhm nichtvn - belonet bleyben.

Das Eylfft Capitel.

313UNnd es begab ſich / da Jheſus vollendet hatt ſolche gepott zu ſeynen tzwelff iungernn / gieng er von dannen furbas / zu leren vnd zu pꝛedigen ynn yhꝛen ſtedtenn.

314Da aber Johannes ym gefencknis hoꝛete die werck Chꝛiſti / ſandLuce. 7. er ſeyner iunger zween /315 vnd lies yhm ſagen / Biſtu / der do komen ſoll / oder ſollen wir eyns andern wartten? 316Vnd Jheſus antwoꝛt vñ ſpꝛach zu yhn / gehet hynn / vnd ſagt Johanni widder / was yhꝛ ſehet vnnd hoꝛet /317 die blinden ſehen / vnd die lamen gehen / die auſſetzigen werden reyn / vnnd die tawben hoꝛen / die todten ſtehen auff / vnnd den armen wirtt das Euangelium pꝛedigt /318 vnnd ſelig iſt / der ſichJſa. 61. nit ergert an myr.

319Da die hyn giengen / fieng Jheſus an zu reden zu dem volck von Johanne. Was ſeyd yhr hynnaus gangẽ ynn die wuſten zu ſehen? wolltet yhꝛ eyn rhoꝛ ſehen / das der wind hyn vnnd her webt?320 odder was ſeytt yhꝛ hynaus gangen zu ſehen? wolltet yhꝛ ſehen eynenmen - ſchen ynn weychen kleydern? Sihe / die da weyche kleyder tragen ſind ynn der konige heuſzer. 321Odder was ſeyt yhꝛ hyn aus gangen zu ſehen? woltet yhꝛ eynẽ pꝛopheten ſehen? ia ich ſag euch / der auch mehꝛ iſt / denn eyn pꝛophett / denn diſer iſts võ dem geſchꝛieben iſt / Sihe / ich ſende meynen Engel fur dyr her / der deynen weg fur dyrbereyt -Malach. 3. ten ſoll.

322Warlich ich ſage euch / vnter allen / die von weyben gepoꝛn ſind /iſt nitt[25]Sanct Matthes. IX.iſt nitt auff geſtanden / der groſſer ſey / denn Johannes der teuffer / der aber der kleyniſt(der kleyniſt) Chꝛiſtus. iſt ym hymel reych / iſt groſſer deñ er /323 Aber vonLuce. 16. den tagen Johannis des teuffers / bis hieher / leydet das hymlreych(leydet dashymel - reych) die gewiſ - ſen / wenn ſie das euangelionverne - men dringen ſie hyntzu / das yhn niemãt werẽ kan. gewallt / vnnd die do gewalt thun / die reyſſen es zu ſich /324 denn alle pꝛopheten vnd das geſetz haben geweyſſagt bis auff Johannes /325 vndMatth. 17 Marci. 9. ſo yhꝛs wollt an nehmen / er iſt Elias / der do ſoll[zukunfftig] ſeyn /326 wer oꝛen hat zu hoꝛen / der hoꝛe.

327,Luce. 7.Wem ſol ich aber dis geſchlecht vergleychen? Es iſt den kindlin gleych / die an dem marckt ſitzen / vnnd ruffen gegen yhꝛen geſellen328 vnnd ſpꝛechen / wyr haben euch gepfyffen / vnnd yhꝛ woltet nichttan - tzen / wyr haben euch geklaget / vnnd yhꝛ wolltet nicht weynenn. 329Jo - hannes iſt komen / aſſz nit vnnd tranck nit / ſzo ſagen ſie / er hat den teuffell. 330Des menſchen ſon iſt komẽ / iſſet vnd trinckt / ſo ſagen ſie /ſi - he / wie iſt der menſch eyn freſſer vnnd eyn weynſeuffer vnd dertzol - ner vnnd der ſunder geſell? Vnd die weyſzheytt mus ſichrechtferti - gen laſſen von yhre kyndern.

331,Luce. 10.Da fieng er an die ſtedt zu ſchellten / ynn welchen am meyſten ſey - ne thatten geſchehẽ waren / vnd hatten ſich doch nit gebeſſert. 332Weh dyr Chorazin / weh dyr Bethſaidan / weren ſolche thatten zu Tyro vnd zu Sidon geſchehen / als bey euch geſchehen ſind / ſie hetten voꝛ - tzeytten ym ſack vnnd ynn der aſſchen buſſz than /333 doch ich ſage eu - ch / es wirtt Tyro vnnd Sidon treglicher ergehen am iungſtengeri - cht / denn euch. 334Vnnd du Capernaum / die du biſt erhaben bis anhy - mel / du wirſt bis ynn die helle hynvnter geſtoſſen werden. Denn ſo tzu Sodoma die thatten geſchehen weren / die bey dyr geſchehen ſind / ſie ſtunde noch heuttigs tages /335 doch / ich ſage euch / es wirt der Sodomer lande treglicher ergehen am iungſten gericht / denn dyr.

336Vnd da redet Jheſus weytter vnnd ſpꝛach. Jch pꝛeyſſe dich / vat - ter / vnnd herre hymels vnd der erden / das du ſolchs den weyſen vnd verſtendigen verpoꝛgen haſt / vnnd haſt es den vnmundigen offen -Joh. 17. bart /337 ia vater / denn es iſt alſzo wolgefellig geweſen fur dyr. 338Alle ding ſind myr vbirgeben von meynem vatter / vnd niemant erkennet den ſon / denn nur der vatter / vnd niemant erkennet den vatter / denn nur der ſon / vnnd wem es der ſon will offenbaren.

339,Joh. 7.Kompt her zu mir / alle die yhꝛ muheſelig vnnd beladen ſeytt / ich will euch erquicken /340 nempt auff euch mein ioch(meyn ioch c.) das creutz iſt gar eyn leychet laſtde - nen die / dasEuan - gelion ſchmecken vnnd fulen. / vnnd lernet von myr / denn ich byn ſenfftmutig vnnd von hertzen demutig / ſo wer - det yhꝛ ruge finden fur ewere ſeele /341 denn meyn ioch iſt ſenfft / vnnd meyne laſt iſt leycht.

Daszwelfft Capitel.

342ZV der zeyt / gieng Jheſus durch die[ſtadt] am ſabath / vnnd ſeyne iunger waren hungerig / fiengen an ehern ausreuffen / vnnd aſſen /343 da das die phariſeer ſahen / ſpꝛachen ſie zu yhm /ſihe daB iij[26]EuangelionSihe / deyne iungere thun /dasſich nit zimpt am ſabbath zu thun. 344ErMarci. 2. Luce. 6. aber ſpꝛach zu yhn / habt yhꝛ nicht geleſen was Dauid thett / da yhn vnnd die mitt yhm warenn / hungerte?345 wie er gieng ynn das got - tis haus / vnnd aſſz die ſchawbꝛott die yhm doch nit tzimpte zu eſſen /Reg. 21. noch den die mitt yhm waren / ſondernn alleyn den Pꝛieſtern. 346Od - der habt yhꝛ nicht geleſen ym geſetz / wie die pꝛieſter am ſabbath ym tempell den ſabbath bꝛechen / vñ ſind doch on ſchuld? 347Jch ſage aber euch / das hie der iſt / der auch groſſer / denn der tempel iſt /348 wenn yhꝛHoſe. 6. aber wiſſtet / was das ſey (ich habe eyn wolgefallen an der barm - hertzigkeyt / vnnd nicht am opffer) hettet yhꝛ nicht verdampt die vn - ſchuldigen. 349Des menſchen ſon iſt eyn herr / auch vbir den ſabbath([vber] den ſabath) ſo gar ſtehetderver - ſtandt aller gepot ynn der liebe / das auch gottis gepot nicht bindet wo es liebe vnd nodt foddert..

350Vnd er gieng von dannen furbas / vnd kam ynn yhꝛe ſchule. 351VndMarci. 3. Luce. 6. ſihe / da war eyn menſch / der hatte eyn verdurrete hand / vnnd ſiefra - geten yhn vnnd ſpꝛachen / thar man auch am Sabbath heylen? auff das ſie yhn ſchuldigen mochten. 352Aber er ſpꝛach zu yhn / welcher iſtvn - ter euch / ſo er eyn ſchaff hatt / das yhm am ſabbath ynn eyn gruben fellt / der es nitt ergreyff vnnd auff hebe?353 wie viel beſſer iſt nu eyn menſch denn eyn ſchaff? darumb mag man wol am ſabbath guttis thun. 354Da ſpꝛach er zu dem menſchen / ſtreck deyne handt aus / vnnd er ſtreckt ſie aus / vnnd ſie ward yhm widder geſund gleych wie die andere.

355Da giengen die Phariſeer hynaus / vnnd hielten eynen radt vbir yhn / wie ſie yhn vmbꝛechten. 356Aber da Jheſus das erfur / weych er von dannen / vñ yhm folgete viel volcks nach / vnnd er heylet ſie alle /357 vnnd bedꝛawete ſie / das ſie yhn nitt meldeten /358 auff das erfullet wur - de / das da geſagt iſt / durch den pꝛophetẽ Jſaiam / der do ſpꝛicht. Si -Jſai. 42. he / das iſt meyn knecht den ich erwelet habe / vnnd meyn liebſter / an dem meyn ſeel eynen wolgefallen hatt / ich will auff yhn legen meynen geyſt / vnnd er ſoll den heyden das gericht verkundigen /359 Er wirt nicht tzancken noch ſchꝛeyen / vnnd man wirtt nitt hoꝛen ſeynge - ſchꝛey auff den gaſſenn /360 das zuſtoſſen rhoꝛ wirt er nitt tzubꝛechen / vñ das glumende tocht wirtt er nitt aus