Druck von Zürcher & Furrer.
Bei Gelegenheit der Verbannung von Robert Prutz.
Epernay, Herbſt 1841.
Paris, Nov. 1841.
1842.
Im Frühjahr 1840.
1842.
Von zwei deutſchen Dichtern in Paris.
Hofrath Franz Dingelſtedt (NB. Paris, Nov. 1841!)
An Ferdinand Freiligrath.
Ferdinand Freiligrath.
(S. deſſen Gedicht auf den Tod von Diego Leon, Morgenblatt Nro. 286, Jahrg. 1841.)
Die Anerkennung, welche dem einer unſerer erſten Familien (in Lübeck) angehörenden Dichter Em. Geibel vom König von Preußen zu Theil wurde, hat hier in allen Kreiſen die freudigſte Senſation erregt. Eben ſtand der junge Dichter im Begriff, zu einem ſogenannten Brodſtudium überzugehen und ſich nach Spanien zu begeben, um dort ſeine bereits in Grie¬ chenland begonnenen Studien der romaniſchen Literatur fortzuſetzen und ſich ſo für ein aka¬ demiſches Lehrfach auszubilden — die Munificenz des preußiſchen Monarchen [300 pr. Thlr.!] hat ihn nun in die angenehme Lage verſetzt, ganz der edlen Dichtkunſt zu leben; ſtatt nach Spanien wird er ſich nun an den Rhein begeben, wohin ihn zunächſt das Verlangen treibt, Freiligrath kennen zu lernen. —
Geibel. Biſt du's?
Freiligrath. Ja, ich bin es —
Geibel. der da —
Freiligrath. Der da —
Geibel. ſeinen Speer geſchwungen
Und die Drachen — Freiligrath. ja, die Drachen,
Sammt dem Drachenfürſt, bezwungen. 566Geibel. Biſt du's?
Freiligrath. Ja, willſt du mich kennen?
Ja, ich bin es in der That, Den Bediente Bruder nennen, Bin der Sänger Freiligrath.
Geibel. O, ſo ſalb 'ich dich mit Narden
Und ſo räuchr 'ich dir mit Ambra, O du bardigſter der Barden, Retteſt mich vor dem Alhambra, Du der Sänger des Diego, Vor dem Lande des Riego, Vor dem Tiger, vor dem Nero, Vor dem grauſen Eſpartero — Ohne dich, den einzig Edeln, Lernt' ich nie ſo trefflich wedeln; Heiße Geibel, ſo's erlaubt iſt, Wenn man 'mal ein Dichterhaubt iſt: Bin der Sohn von einem Paſtor, Möchte gerne mich zum Kaſtor Machen; willſt du Pollux ſein? 67Freiligrath. Ich geſteh', ich hätte lieber Die Unſterblichkeit allein, Doch dieß Demagogenfieber — Geibel. Bändigen wir nur zu Zwei'n.
Freiligrath. Und ſo laß 'uns unſre Flammen — Geibel. Thun zu Einem Brand zuſammen —
Freiligrath. Braten als getreue Diener — Geibel. Die verfluchten Jakobiner,
Beide. Und verzehren dann im Frieden
Die Penſion der Invaliden.
Der verfluchte Faffe weiſt ſelbſt nicht, was er will; hol ihn der Deuffel!
Antwort.
(Zum Dombau-Album.)
Ein deutſcher Mann mag keinen Franzmann leiden, Doch ſeine Weine trinkt er gern.
Arie.
(Schriftſprache.)
[An] J. Fr.
Aus einem Bilderbuche für kleine Kinder.
(Epheſ. Vl. 14. nach Luther.)
„ Ich wünſche Ihnen von Herzen einen Tag von Damaskus, und Sie werden Ungeheures wirken. “
[Zwei Stehlchen aus einer großen Muſterkarte.]
[148][149]Paris, 11. November 1843.
Georg Herwegh.
[169]CLARIN-DNote: Langfristige Bereitstellung der DTA-Ausgabe
Fraktur
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