WEil zuſagen Schuld machet / ſo habe mit der Herausgebung dieſer Gedichte mein in der Vorrede des verliebten Studen - tens gethanes Ver - ſprechen erfuͤllen wollen / ich geſtehe aber gleich anfangs / daß ich mich dadurch zu keinen Poeten zu machen ſuche; ich er - kenne meine Schwachheit / und mag mich nicht mit dem Icaro uͤberheben / weil ich ſonſt gleichen Zufall mit ihm erfahren wuͤr - de. Der Nahme Poet / iſt zwar leicht auszuſprechen / aber ſchwer zu erlangen / und ſolchen mit Recht ſich zuzueignen / iſt kein geringes / ich laſſe derowegen denen) (2dieVorrededie Ehre / welche von aller Welt vor recht - ſchaffene Poeten gehalten werden; wie dann ſolche denen Herꝛn von Lohenſtein / von Hoffmannswaldau / von Abſchatz / von Canitz / von Beſſer / Opitz / beiden Gryphiis / Muͤhlpford / Menantes / Philander von der Linden / Amaranthes / Neukirch und Neumeiſtern niemand abſprechen wird.
Es iſt zwar nicht ohne / daß ſich noch viel andere leſens-wuͤrdige Poeten finden / weil man aber nicht geſonnen iſt / einen gantzen Catalogum davon anzufuͤhren / ſo wird man ſie ſtillſchweigend uͤbergehen / ſie muͤſſen aber nicht meinen / daß ſolches aus Verachtung geſchehe / denn weil man ſich vor keinen Meiſter in der Poeſie aus - giebt / ſo folget daraus / daß man nicht ge - ſonnen / diejenigen zu verkleinern / welche der Welt durch ihre Schrifften ſchon ge - zeiget / daß ſie Poeten heiſſen.
Die Zuneigung / welche ich von Jugend auf zu der Poeſie gehabt / nahm immer mit den Jahren zu / und endlich wurde ich ſo kuͤhne / daß ich einige Gedichte auf - ſetzte / das Gefallen / ſo man zu ſeinen eige - nen Sachen hat / uͤberredete mich / daß ich eben nicht unrecht handeln wuͤrde /wennVorrede. wenn ich meinen natuͤrlichen Triebe fol - gete / und mich in der Dichtkunſt zu ver - beſſern ſuchete. Dieſem nach / war in muͤßigen Stunden die edle Poeſie meine Beluſtigung / wodurch ich auch manchen verdrießlichen Zufall erleichtert: Zuwei - len bin ich auch von guten Freunden um ein Gedichte angeſprochen worden / denen ich ſolches nicht verſagen koͤnnen / noch wol - len. Auf ſolche Art ſind nun dieſe Gedich - te gebohren worden; ihre Geburth geſcha - he ohne Schmertzen / die Federn durfften nicht aus Ungedult zerſtoſſen / noch die Oh - ren aus Mißvergnuͤgen gekratzet werden / und es ging alles ſo leichte zu / daß ich dahe - ro ſelber muthmaſſe / ſie duͤrfften wegen ihrer leichten Geburth eben von keiner ſon - derlichen Wichtigkeit ſeyn.
Wenn ſie nun ſchon daher einigen miß - fallen ſolten / ſo werden ſie doch andern ge - fallen / weil ſie in der erſten Jugend und uͤberdem in muͤßigen Stunden erzeuget worden / die Fehler ſo darinnen zufinden / muͤſſen nicht alle mir / ſondern der freyen Jugend / zugeſchrieben werden. Ein ernſt - haffter Seneca ſchreibet eingezogener / als ein feuriger Ovidius und dem Catoni wil) (3dieVorrede. die Aufffuͤhrung der jungen Welt nicht gefallen.
Meine Dreiſtigkeit weiter zu entſchul - digen / achte ich unnoͤthig zu ſeyn / denn ich weiß ſchon vorher daß ich damit alle uͤbele Vorurtheile und Scoptiſche critiquen mo - röſer und widriggeſinnter Gemuͤther nicht hindern und heben kan. Jch ſuche nichts mehr / als daß ein jeder Verſtaͤndi - ger mit einer leidlichen Cenſur ſelbige durchſehen / und geringe Fehler nicht hoch - aufmutzen moͤge. Es iſt keiner ohne Feh - ler / und wenn man alle Dinge ſcharff un - terſuchen will / ſo wird man mehr tadel - hafftes als ruhmwuͤrdiges antreffen; Denn die Vollkommenheit iſt eine Sache ſo nur in der Einbildung und einen guͤti - gem Urtheile des Leſers und Autoris be - ſtehen / ſonſt aber iſt ſie nirgends anzu - treffen. Es ſolte zwar nichts unvollkom - menes geſchrieben werden / wenn man aber ſchlechterdings darauf gehen wolte / ſo wuͤrde man wenig oder nichts in denen Buchlaͤden antreffen. Jch will meine Ge - dichte nicht ſelber ruͤhmen / aber auch nicht verachten / denn wenn ſie ja keinem gefal - len ſolten / ſo haben ſie doch die Vergnuͤ -gung /Vorrede. gung / daß ſie mir und andern ſchon vor mehr denn 12. Jahren gefallen.
Jch lobe und verachte ſie demnach nicht / weil beydes ſtraffwuͤrdig / ſondern uͤberge - be ſie dir mein Leſer / ein unpartheyiſches Urtheil davon zu faͤllen / du findeſt darin - nen Weltliche / Freuden - und Trauer-Ge - dichte / derſelben bediene dich nach deinem Gefallen / und wenn du etwan einen paſſio - nirten Tadeler antreffen ſolteſt / ſo habe die Guͤte / und weiſe Jhn zu vernuͤnfftiger Betrachtung ſeiner eigenen Fehler.
Fuͤr dieſe Hoͤflichkeit bin ich mit gezie - menden reípect
Geneigter Leſer
Dein Dienſt-ergebenſter Celander.
Hiemit legte bey Herausgebung dieſer Gedichte bey dem Hn. Autore ſeine Obligation an den Tag Deſſen Aufrichtiger Freund und Diener Copiantes.
Dieſes ſchrieb zur Bezeugung ſeiner Ergeben - heit des Autoris nicht unbekannter Freund und Diener Polidor.
Sonnet.
Ringel-Gedichte.
Sonnet.
Aus dem Frantzoͤſiſchen.
Madrigal.
Sonnet.
Sonnet.
Sonnet.
Aus dem Lateiniſchen des Herrn Corn. Galli.
Sonnet.
Sonnet.
Sonnet.
Sonnet.
Sonnet.
Sonnet.
Sonnet.
Sonnet.
Sonnet
Sonnet.
Copiantes.
Copiantes.
Copiantes.
Oeuvres de Monſ. Voiture Tom. 2. pag. 110.
Sonnet.
Sonnet.
Sonnet.
Sonnet
Sonnet.
Sonnet.
Sonnet.
MDM.
Sonnet.
Ringel-Gedichte.
Ringel-Gedichte.
Sonnet
Sonnet.
Sonnet.
Aus dem Frantzoͤſiſchen.
Aus dem Frantzoͤſiſchen.
Ringel-Gedichte.
Sonnet.
Sonnet.
Ovid. Amor. lib. 1. Eleg. V.
Rondeau.
Sonnet.
Auffgefuͤhret nach den erſten Theile der Syriſchen Aramena.
Sonnet
ENDE Der verliebten und galanten Gedichte.
Aus des Torq. Taſſo ſeinem Amintaſ. Act. 1. X. 1.
Aus dem Frantzoͤſiſchen.
Aus dem Frantzoͤſiſchen.