PRIMS Full-text transcription (HTML)
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Staats und
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Gelehrte Zeitung des Hamburgiſchen unpartheiiſchen CORRESPONDENTEN.
Anno 1832. Am Mittewochen, den 6 Juni.
No. 133.
Verlegt von den Grundſchen Erben.

Leider haben die Unruhen in der Vendee einen ſo ernſtlichen Charakter angenommen, daß das Syſtem der Schonung und Zurückhaltung, welches bisher von der Regierung gegen die Carliſten beobachtet und von der Oppoſition ſo heftig getadelt wurde, aufgegeben werden muß. Daß nicht länger ge - zögert werden durfte, beweiſen die Berichte im heutigen Moniteur, woraus man erſieht, daß am 26 v. M. zwei förmliche Treffen zwiſchen den Truppen und den Cho[u]ans vorgefallen ſind. Das erſte fiel beim Schloſſe la Vezouzière, unweit Bierné, vor. Eine Bande von 150 Mann wurde mit einem Verluſte von 50 Mann und 2 Gefange - nen zerſprengt; die Anzahl der Verwundeten muß ſehr groß ſeyn; die Trümmer der Bande wurden unerbittlich verfolgt. Das andre ereignete ſich bei Chanay, unweit Chateau-Gontier; die Chouans, etwa 300 Mann ſtark, verloren ihren Anführer und 20 Todte. Beim erſten Treffen blieb ein Soldat, beim zweiten drei. Die Chouans rekrutiren die jungen Landleute mit Gewalt; ſie ſind mit ſchlech - ten Gewehren bewaffnet. Die Nationalgarde von Laval zeigte bei der Muſterung den größten En - thuſiasmus; patriotiſche Freiwillige melden ſich in großer Anzahl: 150 waren bereits abmarſchirt. Vier Adelige ſind verhaftet worden. Jm Jlle-und - Vilaine-Departement hat ſich auch Gährung ge - zeigt. Man hat Artillerie und Verſtärkungen nach Vitré geſchickt. Jn der Nähe dieſer Stadt ſoll ſich eine Bande gezeigt haben, worauf die Garniſon ihr entgegen rückte. Oberſtlieutenant Berthois, der gerade der Wahlen halber anweſend war, ſtellte ſich an ihre Spitze. Man hat die Chouans indeſſen nicht auffinden können. Jm Maine-und-Loire-De - partement herrſcht Aufregung, doch iſt noch kein Schuß daſelbſt gefallen: es wurde indeſſen zum 28v. M. ein Aufſtand daſelbſt verkündet; man nannte die HH. v. Escars, v. Mesnars, v. Bourmont als Anführer, aber Niemand zeigte ſich. Ange - ſehene Eigenthümer verließen jenes Departement und begaben ſich nach Paris. Jm Sarthe-Departement erboten ſich alle Liberale zum Beiſtande. Ein be - rüchtigter Chouan, der eingebracht wurde, wäre vom Volke beinahe ermordet worden. Am Schluſſe be - ruhigt der Moniteur über den Ausgang dieſer Er - eigniſſe: allerdings ſey die Chouannerie thätiger ge - worden, aber es ſey darum noch keine Vendee von 1793. Weit bedenklicher lauten die Berichte in den Provinzial-Blättern und die Privatbriefe in den hieſigen Zeitungen. Ein Privat-Schreiben aus Angers vom 27 v. M. im Meſſager meldet: Jn dieſem Augenblicke dürften die Sturmglocken in allen Dörfern der Vendee ertönen. Angeſehene Männer in großer Anzahl befinden ſich daſelbſt und organiſiren den Aufſtand. Jn den Schlöſſern und Bauerhöfen werden Verſammlungen gehalten, und Geld mit vollen Händen ausgeſtreut. Statt der zer - ſtreuten Haufen von 15 bis 50 Mann, zeigen ſich jetzt Banden von 3 - bis 400. Eben ſo verbreitet ſich die Jnſurrection im ganzen Maine-und-Loire-Departe - ment. Bei Salbé hat ſich ein Haufe von 400 Mann unter Waffen gezeigt; ein angeſehener Ad - liger iſt daſelbſt verhaftet worden. Jn vielen an - dren Gemeinden erwartet man jeden Augenblick den Ausbruch. Die Operationen ſind zuſammenhängend und gehen von einem Central-Punkte aus. An der Spitze dieſer Bewegung muß ein bedeutender Mann ſtehen, wofür man den Marſchall Bourmont hält; ein Sohn deſſelben iſt kürzlich in dieſer Gegend er - blickt worden. Die Carliſten haben außerordent - liche Opfer gebracht, ſich ſelbſt Steuern aufgelegt und ihre Güter belaſtet. Einer von ihnen, der zu ſchwanken ſchien, wurde durch Drohungen gezwun -[2]gen, 300,000 Fr. herzugeben. Grüne Bänder, fal - ſche Münzen mit dem Bildniſſe Heinrich V., Pro - clamationen an die Soldaten, unterzeichnet: Ma - rie Caroline, Regentin von Frankreich, werden in Maſſe ausgeſtreut. Hr. de Labourdonnaye, der ſich bisher beſtändig auf ſeinem Landgute aufhielt, war ſeit einigen Tagen nach Angers zurückgekehrt, woraus man ſchloß, daß er dieſen Aufſtand mißbillige. Die Nationalgarden in den Städten waren auf ihrer Hut und beſtändig in Uniform; ihr Benehmen wird ſehr gelobt. Jn dem Treffen bei Chateau-Gontier ſollen 20 Mann von beiden Seiten geblieben ſeyn. Ein Schreiben aus Mans vom 26 v. M. ſpricht von dem Erſcheinen anſehnlicher Banden in dieſer Gegend. Der Präfect hatte die Nationalgarden aus mehreren kleineren Städten aufgeboten, die mit dem größten Eifer herbeieilten. Auf allen Straßen und öffentlichen Plätzen hörte man die Marſeillaiſe und die Pariſienne ſingen. Die Freiwilligen ließen ſich nicht halten und zogen noch in der Nacht nach Vallon ab. Jn der Ferne hörte man ein ſtarkes Gewehrfeuer. Am 27 v. M. ſoll es zu einem förmlichen Treffen zwiſchen den Rebellen und den vereinigten Linientruppen und Nationalgarden gekommen ſeyn, in welchem die Er - ſteren nach einer 6ſtündigen ſehr hartnäckigen Ge - genwehr, wobei eine große Menge von ihnen den Tod fand, aufs Haupt geſchlagen wurden. Eine Proclamation des Befehlshabers der königlichen, d. h. carliſtiſchen Armee, der ſich aber nicht nennt, for - dert die Nationalgarde von Luçon auf, die Waffen abzugeben, bei Strafe über die Klinge zu ſpringen. Zehn der reichſten Revolutionäre ſollen eine außer - ordentliche Contribution von 200,000 Fr. hergeben, und alle übrigen nach Maaßgabe ihrer Mittel. Alle Militärs, die ſich unter die Legitimitäts-Fahne ſtellen, erhalten einen zehntägigen Sold und Zulage, desgleichen die Arbeiter. Eine andre Proclamation, im Namen der Herzogin v. Berri an die guten Ven - deer, verſpricht jedem Freiwilligen 25 Centimen täg - lichen Soldes, und ihren Frauen oder Eltern täglich 50 Centimen; auch werden viele Penſionen ꝛc. ver - ſprochen. Es ſoll eine Königl. Garde, jeder Mann mit einem Solde von 1 Fr. 50 C., errichtet wer - den. Jn Nantes herrſchte die tiefſte Ruhe: alle Arbeiter waren bereit, nöthigenfalls gegen die Car - liſten zu marſchiren. General Solignac hatte in einer Menge von Schlöſſern Unterſuchungen anſtel - len laſſen, die viele Verhaftungen zur Folge hatten. Jn der Gegend von Luçon hat man eine Liſte des Generalſtabes des carliſtiſchen Vendee-Heeres gefun - den. An der Spitze der Banden ſtehen viele alte Officiere. An der Börſe war das Gerücht in Umlauf, die Stadt Mans ſey in die Hände der Vendeer gefallen, welches ſich indeſſen hoffentlich nicht beſtätigen wird. Allgemein iſt man der Mei - nung, daß man, wenn General Lamarque den Oberbefehl in der Vendee behalten hätte, wo er die erſten Unruhen ſo glücklich beſchwichtigte, der traurigen Nothwendigkeit überhoben ſeyn würde, Gewalt mit Gewalt zu vertreiben. Leider liegt dieſer ausgezeichnete Patriot in den letzten Zügen, und man hat keine Hoffnung mehr, ihn zu ret - ten. Seine geiſtige Kraft iſt übrigens unge - ſchwächt: geſtern äußerte er fortwährend ſein Be - dauern, zu ſcheiden, ohne für Frankreich kämpfen zu können. Geſtern Abend empfing er Hrn. Laffitte, und drückte ihm die Hand mit den Wor - ten: Erhalten Sie ſich für das Vaterland! Erwollte noch mehr ſagen, aber die Kräſte verließen ihn. Hr. Laffitte überreichte ihm den an demſelben Abend zu Stande gekommenen Rechenſchafts-Be - richt der Oppoſition, den er mit zitternder Hand fol - gendermaßen unterzeichnete: Lamarque (mourant).

N. S. Bis heute Nachmittag iſt General La - marque noch am Leben. Auch aus Algier ſchreibt man von carliſtiſchen Umtrieben, worüber ſich Nie - mand wundert, da die Regierung außerordentlich viele Carliſten hingeſchickt hat. Aus Lyon und von andern Punkten gehen bedenkliche Berichte ein. Marſchall Soult und Graf Sebaſtiani ſcheinen ſich ausgeſöhnt zu haben. Man glaubt, der Letztere werde bald austreten, aber zuvor den Marſchalls - ſtab erhalten. Auch hier in Paris ſcheint man Unruhen zu beſorgen: alle Linientruppen ſind bei der Militärſchule verſammelt, um zu exerciren, und gegen 5 Uhr wurden ſämmtliche Municipalgarden und Polizeibehörden aufgeboten.

Folgendes iſt der von 41 Deputirten unterzeich - nete Rechenſchafts-Bericht der Oppoſition: An unſre Committenten.

Die unterzeichneten, in Paris anweſenden Depu - tirten, von den Gefahren eines Syſtems überzeugt, welches die Regierung mehr und mehr von der Re - volution entfernt, der ſie ihren Urſprung verdankt, erachten es in der gegenwärtigen Lage Frankreichs für die heiligſte ihrer Pflichten, ihren Conſtituenten Rechenſchaft über ihre Grundſätze und ihre Abſtim - mungen abzulegen. Wenn es nicht in ihrer Macht geſtanden, die Regierung auf die Bedingungen ihrer Selbſterhaltung zurückzuführen, ſo ſteht es minde - ſtens in ihrer Macht, die Gefahr zu verkünden. Unſre Revolution von 1830 iſt verſchiedentlich ge - würdigt worden. Die Einen erblicken darin nur eine Begebenheit, eine Modification der Reſtaura - tion, und folgern daraus, die Männer und die Grund - ſätze der Reſtauration müßten auch die Männer und die Grundſätze der neuen Regierung bleiben. Der Einfluß dieſer Anſicht äußerte ſich in allen Erſchei - nungen der langen und unfruchtbaren Seſſion, die nunmehr beendigt iſt. Man hat ſie in den Debat - ten über die Civil-Liſte, über die Erblichkeit der Pairie, über die Organiſation des Heeres erkannt; ſie lag der Budgets-Discuſſion zu Grunde; ſie lei - tet die Verwaltung des Reichs und beſtimmt deſſen Stellung dem Auslande gegenüber. Die Andern, und zu dieſer Anzahl gehören die Unterzeichneten, haben in der Juli-Revolution die definitive Heili - gung der von der großen Revolution von 1789 aus - geſprochenen Grundſätze und Rechte begrüßt. Dieſe Grundſätze, dieſe Rechte bilden die umfaſſende und gewaltige Baſis, worauf ſie den Thron begründet ſehen möchten: ihre Reden, ihre Abſtimmungen, waren ſtets Folgerungen aus dieſem Gedanken. So haben wir bei der Discuſſion über die Civil-Liſte geglaubt, das neue Königthum habe andere Bedin - gungen der Kraft und des Daſeyns, als den Prunk und die Verderbniß der alten Monarchie: ſtark durch ſeinen populären Urſprung und die Beiſtimmung der öffentlichen Anſicht, bedürfe daſſelbe weder des Eindrucks der Pracht auf die Einbildungskraft, noch erkaufter Anhänglichkeit. Jn der nämlichen Discuſſion, als das Miniſterium darauf beſtand, in unſrer Sprache und in unſrem Staatsrechte den Feudal-Ausdruck Unterthan herzuſtellen, haben wir Proteſt einlegen müſſen. Die Debatte über die Conſtituirung der Pairie eröffnete ein weites Feld, wo die Anhänger[3]der Lehren der geſtürzten Regierung ſowohl ihre Wünſche als ihr Bedauern zu erkennen gaben. Wollte man ſie hören, ſo gab es nichts Heiligeres, als die vor der Revolution beſtandenen Privilegien, und kein Staat, keine Geſellſchaft war ohne erbliche Pairie denkbar. Dieß war ein Gedanke aus der Reſtauration. Wir, dem Grundſatze der Gleichheit und der National-Souverän[ i] tät getreu, haben den Wunſch Frankreichs durchgeſetzt und die Erblichkeit wurde abgeſchafft. Wir wollten mehr: wir ver - langten, daß die legislative Gewalt auch in der an - dern Kammer von einer Delegation des Souveräns, d. h. der Nation, ausginge. Wir wollten nicht, daß gewiſſe Pairs ſich legitimer nennen könnten, als der König. Die Revolution, ſo bedünkte uns, mußte ihre Geſetzgeber wählen, wie ſie ihre Richter hätte einſetzen ſollen. Anders hat die Majorität entſchieden: zwiſchen ihr und uns werden Zeit und Erfahrung entſcheiden. (Fortſetzung folgt.)

Cardinal v. Rohan, Erzbiſchof von Beſançon, der ſeit der Juli-Revolution nicht in ſeiner Diöceſe er - ſchienen war, ſondern ſich unterdeſſen als Geſandter Carls X. zu Rom aufhielt, iſt am 24 d. nach Beſançon zurückgekehrt. Am nämlichen Abend ſtrömte eine Menge von Bürgern nach dem erz - biſchöflichen Pallaſt und brachte demſelben eine Spott - muſik; an den beiden folgenden Tagen wurde die - ſelbe wiederholt, ohne daß jedoch Unordnungen hier - aus entſtanden wären. Die Truppen traten unter die Waffen; allein Gewalt wurde nicht gebraucht, ſondern der Auflauf zerſtreute ſich nach dem Chari - vari und der Anfpflanzung der dreifarbigen Fahne auf dem erzbiſchöflichen Pallaſte. Zwei oder drei Betrunkene, deren Reden zur Unordnung reizten, wurden angehalten. Allgemein ertönte der R[u]f: Wir wollen nicht, daß der Erzbiſchof zu Beſançon bleibe: er gehe fort, er iſt ein Carliſt!

Von mehreren Zeitungen, welche unbezweifelt un - ter dem Einfluſſe von gewiſſen Cabinetten ſtehen, wird ſeit einiger Zeit das Gerücht mitgetheilt, daß in der Nähe von Hüningen und weiter hinab am Rheine eine beträchtliche franzöſiſche Truppenmacht ſich gleichſam als Obſervationscorps concentrire, mit welcher noch dazu von deutſcher Seite Communica - tion gepflogen werde. Man ſetzt hinzu, daß es bei ſo bewandten Umſtänden nöthig erſcheine, in die be - drohten Gegenden von Seiten des deutſchen Bundes eine bedeutende Truppenmacht zu legen, um Deutſch - land vor etwanigen Anfechtungen hinlänglich zu ſchützen. Wir wollen nicht auf eine Unterſuchung der jedenfalls trüben Quelle eingehen, aus welcher dieſe beunruhigenden Gerüchte fließen, wollen auch nicht von der Abſicht reden, die ihnen allenfalls zum Grunde liegt, ſondern glauben nur, als Reſultat deshalb eingezogener, zuverläſſiger Erkundigungen, mitttheilen zu müſſen, daß von einer Zuſammenzie - hung franzöſiſcher Truppen am Rheine auch nicht die geringſte Spur vorhanden iſt. Jn der Nähe der deutſchen Gränze am Oberrheine ſtehen keine an - dren franzöſiſchen Truppen, als die gewöhnlichen nur unbedeutenden Garniſonen in den Städten, die nicht verſtärkt worden ſind: von einer Bedrohung der badiſchen Gränze, wenigſtens von Seiten Fran - reichs, kann demnach keine Rede ſeyn. (Freiſinnige.)

Das hieſige Militär-Gouvernement, welches ver -möge der beſtehenden Verträge die hohe Polizei im Gebiete der Bundesfeſtung ausübt, hat an die hieſige Großherzogl. Regierung die Anzeige ergehen laſſen, daß die revolutionäre Partei Cocarden von Roth, Schwarz und Gold verfertigen laſſe, welche das Emblem eines vereinigten deutſchen Reiches ſeyn ſollten. Das Militär-Gouvernement ſpricht dabei aus, daß es das Tragen des erwähnten Abzeichens im Rayon der Feſtung nicht dulden werde, und for - dert zu gleichem Zwecke die Mitwirkung der Regie - rung auf. Wie man vernimmt, haben ſich auch wirklich ſchon einige Fremde mit jenen Cocarden öffentlich gezeigt. Von letztern ſollen über 16,000, ſo wie auch dreifarbige Bänder in Unzahl verfertigt worden ſeyn. Noch bedeutender erſcheint das Ver - theilen von politiſchen Katechismen an die Soldaten der hieſigen Garniſon. Dieſe in Frage und Ant - wort abgefaßten Katechismen ſind überſchrieben: Despotismus und Liberalismus. Heute und in den letztverfloſſenen Tagen ſind einige hundert Be - wohner von hier nach Hambach abgereiſt. Unter den patriotiſchen Wallfahrern ſollen ſich auch mehrere naſſauiſche Deputirte, ſodann Hr. v. Jtzſtein, der hieſige Gerichts-Präſident Mohr ꝛc. befinden. Meh - rere tauſend Bewohner hatten ſich dieſen Morgen in aller Frühe vor dem Stadtthore auf der Straße nach Hambach verſammelt, um die Abreiſenden zu ſehen und zu begrüßen, ohne ſich durch die Gegen - wart eines Theils der unter die Waffen getretenen Garniſon irre machen zu laſſen. Das Militär - Gouvernement hatte alle Wachen verdoppelt und zahlreiche Pikete ausgeſtellt. Doch zeigte ſich dieſe Vorſichts-Maaßregel als unnöthig. Auf dem Lande ſollen ganze Gemeinden nach Hambach wandern.

(A. Z.)

Geſtern fielen unruhige Auftritte hier vor. Eine Zahl von vielleicht 1000 Menſchen zogen durch unſre Stadt, um dem Feſte auf dem Schloſſe Hambach beizuwohnen. Außer mehreren Exceſſen, die ſie be - gingen, verſuchten ſie die dreifarbige Fahne auf dem Feſtungs-Rayon aufzupflanzen und ſich mit Gewalt durch das Neuthor zu drängen, ſo daß das hieſige Militär ſich genöthigt ſah, dem Unfuge zu ſteuern; dem Fahnenträger, welcher der Aufforderung des commandirenden Majors, die Fahne abzugeben, nicht Genüge leiſten wollte, wurde dieſe von ei - nem Lancier mit Gewalt entriſſen. Der Haufe zog indeſſen ruhig weiter, und erſt außerhalb der Werke fing der Lärm wieder an, der indeſſen unbe - achtet blieb. Es ſollen mehrere Unruhſtifter bereits in die Citadelle gebracht worden ſeyn.

(Rh. u. Moſ. Ztg.)

Gelegentlich des Hambacher Conſtitutionsfeſtes, woran auch von hier circa 150 200 Perſonen An - theil nahmen, und wobei, der Feſtordnung gemäß, jeder Theilnehmer eine deutſche Cocarde zu tragen hatte (ſchwarz, roth und Gold), fielen einige Arre - ſtationen von Seiten der Militärbehörde vor, die ſolche Perſonen betreffen, welche in dem hieſigen Fe - ſtungsrayon (gewiß mehr aus Spaß und Unkennt - niß eines desfallſigen Verbots, als aus irgend einer andern böſen Abſicht) mit ſolchen Cocarden be - kleidet betroffen wurden. Jn einem ſolchen Tu - mult wurde auch ein hieſiger ganz unſchuldiger acht - barer Bürger, der an das Tragen einer Cocarde gar nicht dachte, mitarretirt, welches allſeitig bedauert[4]wurde. Unſere Ortsbehörde nahm aus dieſen Vor - fällen Veranlaſſung, nachſtehendes Publicandum zu erlaſſen, welches, ſo wohlgemeint es auch jetzt noch erſcheint, nur bedauern macht, daß es nicht 5 Tage früher zur allgemeinen Kenntniß gebracht worden iſt, weil hierdurch allen dieſen, gewiß auch der Mi - litärbehörde unangenehmen Maaßregeln, welche nichts deſtoweniger unſere Stadt in Schrecken ſetz - ten, vorgebeugt worden wäre. Dieſe Bekannt - machung lautet, wie folgt: Jn den letzten Tagen haben ſich mehrere Perſonen mit ungewöhnlichen Cocarden und andern Abzeichen öffentlich ſehen laſ - ſen, wodurch wirklich Veranlaſſung zu einigen un - angenehmen Auftritten gegeben worden iſt. Da das Tragen aller ſolcher, vom Staate nicht authoriſirter Vereinigungszeichen durch die diesſeitigen Geſetze ausdrücklich verpönt iſt, ſo wird jedermann vor einem ſolchen Mißbrauche ernſtlich gewarnt, und zwar bei Vermeidung der durch den Art. IX. des noch in Kraft beſtehenden Geſetzes vom 27 Germi - nal IV. feſtgeſetzten Strafen, wonach ein ſolches Delict mit einer Gefängnißſtrafe von 1 bis 2 Jah - ren belegt werden ſoll. Alle rechtlichen Bürger füh - len, wie nothwendig es iſt, in dieſer ſchwierigen Zeit Alles zu vermeiden, was nur irgend die öffent - liche Ordnung ſtören, oder auch nur Veranlaſſung zu Mißhelligkeiten geben könnte, welche unter den obwaltenden Verhältniſſen dem wohlverſtandenen Jntereſſe und dem ſtets bewährten guten Rufe un - ſerer friedlichen Stadt höchſt nachtheilig werden könnten. Der Unterzeichnete zählt auf die thätige Mitwirkung aller Bürger, um unſere Ruhe, die öffentliche Ordnung, und insbeſondere das gute Ein - vernehmen mit dem Militär fortwährend zu erhal - ten.

Der Bürgermeiſter, F. C. Macke.

Geſtern Morgen ſind 250 Mann Preußen in St. Wendel eingerückt, wahrſcheinlich auf Anſuchen der coburgiſchen Regierung. 2000 Mann ſtehen noch auf den Gränzen. Vorigen Sonntag wurde in St. Wendel ein Freiheitsbaum gepflanzt, Nachmittags auf einer Anhöhe, eine halbe Stunde von der Stadt, unter einem außerordentlichen Zulaufe von Men - ſchen aus St. Wendel und der Umgegend. Der Prediger Juch hielt dabei eine Rede; Abends wurde der Baum in die Stadt gebracht, in den Straßen herum getragen und dann in der Stadt aufgepflanzt. Am Montag Mittag ſtand er noch.

Zwölf Bataillone Jnfanterie und zwei Regimen - ter Cavallerie ſind auf dem Marſche aus Gallizien nach Steyermark begriffen. Mehrere öſterreichiſche Regimenter ſollen an der tyroliſchen Gränze zuſam - mengezogen werden, dagegen hat die Mehrzahl unſrer Truppen das römiſche Gebiet verlaſſen.

Ueber den eigentlichen Zeitpunkt der Räumung von Ancona iſt noch nichts beſtimmt, da die erſten für die römiſche Regierung geworbenen Schweizer erſt bis zum 15 Juni in Ferrara eintreffen, und von dem Oberſten Baron Salis ihre Organiſation erhalten ſollen.

Die Unterhandlungen über die Angelegenheiten des Freiſtaats Krakau nähern ſich ihrer Beendigung, ſo daß bald etwas Näheres über deſſen künftigen Be - ſtand bekannt gemacht werden dürfte. Die Com - miſſarien der drei Mächte, unter deren gemeinſchaft - lichem Schutze er ſteht, haben täglich Conferenzen,und ſind mit dem Krakauer Senate in häufiger Correſpondenz.

Bald werden alle polniſchen Officiere, die ſich zeit - her noch auf öſterreichiſchem Gebiete aufhielten, und von der ruſſiſcher Seits bewilligten Amneſtie keinen Ge - brauch machen wollten, die diesſeitigen Staaten ver - laſſen haben, um nach Frankreich zu gehen.

Es heißt, die Pforte beſtehe auf der Räumung von Algier, und habe deshalb an Hrn. Stratford Canning eine Note gerichtet, worin ſie erkläre, daß die definitive Ausgleichung der über Griechen - lands Gränzen obſchwebenden Unterhandlung da - durch bedingt werde.

Bereits am 30 v. M. ſegelte die ägytiſche Flotte mit zwei aus neugeworbenen Soldaten beſtehenden Regimentern von hier nach Kandia ab, wo ſie die - ſelben ausſchiffen und zwei andre Regimenter alter Truppen für Syrien an Bord nehmen wird. Ein Linienſchiff von 100 Kanonen kreuzt fortwährend vor unſrem Hafen; noch im Laufe d. M. wird ein zweites und im folgenden ein drittes Linienſchiff ſegelfertig.

Die Regierung hat folgendes Bulletin ausgeben laſſen: Den 8 des Monats Zilkade 1247 (8 April). Bulletin der Armee in Syrien. Der Ober-Gene - ral Sr. Hoh. Jbrahim Paſcha war, wie Jeder weiß, mit der Belagerung von St. Jean d’Acre be - ſchäftigt, ohne etwas Andres zu beabſichtigen, als den Auſtrag, der ihm ertheilt worden war. Osman Paſcha, der von Haleb in Latakia (Laodicea) ange - kommen war und Unruhen im Lande erregte, hatte ſich mit einigen tauſend Mann verſchiedener Trup - pengattungen nach Mineth, Stunden von Tri - poli, begeben, in der Abſicht, die Stadt anzugreifen; er machte in der That zwei Angriffe, aber die Trup - pen des Platzes und die Druſen, die ſich daſelbſt be - fanden, trieben ihn zurück und brachten die Solda - ten in Unordnung. Beim Anblicke deſſen, was vor - ſiel, ſetzte ſich der Oberſt Dries Bei, welcher mit der Vertheidigung des Hafens beauftragt war, fort - geriſſen von einem blinden Eifer, mit einem Ba - taillon von 5 - bis 600 Mann in Marſch, ohne Be - fehl dazu zu haben. Das ganze Corps Osman Pa - ſcha’s, Reiterei und Jnfanterie, griff an, der Oberſt ergriff die Flucht und verurſachte ſo durch ſeine Un - vorſichtigkeit den Verluſt des Bataillons. Osman Paſcha, durch dieſen Erfolg ermuthigt, griff vier oder fünf Tage ſpäter Tripoli von Neuem an. Dieſelben Tapfren, welche dieſen Platz bereits vertheidigt hat - ten, machten einen kräftigen Ausfall, fielen mit Un - geſtüm auf den Feind, tödteten die meiſten Anfüh - rer, und nöthigten den Paſcha, ſich in ſein Lager zurückzuziehen. Der Ober-General, aufgebracht über das feindliche Benehmen dieſes Paſch’s, ſetzte ſich, um dem Uebel Einhalt zu thun, mit einer hin - reichenden Anzahl regulärer Reiterei und Jnfanterie von ſeiner unter den Mauern von St. Jean d’Acre gelagerten Armee und mit einer Abtheilung Bedui - nen-Reiterei in Bewegung. Als ſich die Nachricht von ſeiner Ankunft plötzlich verbreitete, ergriff Os - man Paſcha, überzeugt von der Unmöglichkeit, ge - gen die Tapferkeit und militäriſchen Talente des Ober-Generals zu kämpfen, und von Schrecken er - faßt, plötzlich die Flucht während der Nacht, und gab Alles, Zelte, Munition, Artillerie, Lebensmit - tel ꝛc., ſo wie die Verwundeten Preis. Seine Sol - daten zerſtreuten ſich, jeder nahm den Weg, der ihm[5]gut däuchte. Was ihn ſelbſt betrifft, ſo weiß man nicht, welche Richtung er eingeſchlagen hat. Dieſe aus dem Tagebuche der Armee in Syrien ausgezoge - nen Nachrichten ſind von der unbeſtreitbarſten Glaub - würdigkeit. Alle, welche man künſtig empfangen wird, werden, wie dieſe, nach Maaßgabe, wie ſie an - kommen, bekannt gemacht werden.

Spätere Nachrichten aus dem Hauptquartiere Jbrahim Paſcha’s vom 12 April melden: Der Verluſt des ägyptiſchen Heeres iſt nicht ſo bedeu - tend, als man denſelben angiebt. Nicht ein Ba - taillon, ſondern eine einzige zum Tirailliren ver - theilte Compagnie iſt von der feindlichen Reiterei umzingelt worden. Nach der Zerſtreuung des Corps von Osman Paſcha hat Jbrahim Paſcha eine Ab - theilung von 1000 bis 1200 Mann zur Beſetzung von Latakia abgeſandt, während er ſelbſt mit der Haupt-Armee auf Hama und Homs aufbrach. Beim Abgange des Couriers war er nur noch zwei Stun - den davon entfernt. Das Corps der vereinigten Paſcha’s wird auf nicht mehr als 4000 Mann ge - ſchätzt. Man zweifelte nicht, daß Jbrahim Paſcha, nach Vernichtung dieſes Corps, wenn ſich daſſelbe nicht von ſelbſt zerſtreuen ſollte, unverzüglich auf Aleppo losgehen und ſich dieſer Stadt bemächtigen werde.

Der ottomanniſche Moniteur enthält Folgen - des: Der Ex-Statthalter von Aegypten, Mehemed Ali, hat die zahlloſen Wohlthaten und hohen Gunſt - bezeugungen, womit er von der Regierung und namentlich von Sr. Hoh. dem Sultan überhäuft ward, nur mit Undank gelohnt. Die Handlungen, welche er in dieſer letzten Zeit zu unternehmen wagte, waren von Betheuerungen begleitet, deren Trug die wahren Geſinnungen eines verderbten Gemüths nicht zu verſchleiern vermochte; ſie konnten das durchdringende Auge des Reichsoberhauptes nicht täuſchen. Aber die Erinnerung an Beweiſe von Eifer, welche Mehemed Ali zu einer Zeit abgelegt hatte, wo er noch allein im Namen und unter der Leitung der Regierung handelte, machte, daß mit der Züchtigung noch eine Weile gezögert wurde. Die ausgezeichnetſte ſeiner Dienſtleiſtungen, die er wohlgefällig geltend macht, war die Unterwerfung der Wechabiten. Dieſe Expedition aber, welche damals einer aufrichtigen Hingebung für das Wohl ſeines Souveräns zugeſchrieben wurde, war offenbar nur ein erſter Schritt, um zur Empörung zu ge - langen, nur ein von ſeinem unerſättlichen Ehr - geiz ihm vorgeſpiegeltes Mittel, um das weite Land von Hedjaz ſeiner unterdrückenden Hand zu unter - werfen. Deſſenungeachtet wurde Alles aufgebo - ten, um ihn zur Reue und zur Aufgebung ſeiner thörichten Pläne zu bewegen. Der Sultan, in ſei - ner Großmuth, zögerte mit der Ehrloserklärung eines Greiſes, der in den Staatsgeſchäften ergraut iſt; vor Allem aber bekümmerte es ihn, daß er die Ruhe ſeiner Unterthanen ſtören ſolle. Je mehr aber Se. Hoh. Mäßigung und Geduld bewies, um deſto mehr Fortſchritte machte Mehemed Ali in ſeinen Ver - brechen und beharrte in der Empörung. Der Augen - blick iſt nun gekommen, wo die anfangs nur für einen möglichen Fall getroffenen Maaßregeln in Aus - führung gebracht werden ſollen. Durch einen Groß - herrlichen Beſchluß wird Mehemed Ali ſeiner Würde als Statthalter von Aegypten und Kreta und ſein Sohn Jbrahim Paſcha derjenigen alsStatthalter von Abyſſinien für verluſtig erklärt. Derſelbe Beſchluß ernennt den Feldmarſchall von Anatolien, Huſſein Paſcha, zum Statthalter dieſer drei Provinzen. Vorgeſtern, am 3 d. M., wurde der Geſchäftsträger des Oberbefehlshabers, der Sitte gemäß, mit der Jnveſtitur beehrt. Die Großherr - liche Flotte iſt unter Segel gegangen, um die Ope - rationen der Land-Armee zu unterſtützen. An den Feldmarſchall, an die Behörden von Arabien, an alle Paſcha’s, Mirimirans, Diviſions - und Brigade - Generale, an die Befehlshaber auf den Jnſeln und Küſten ſind in Gemäßheit des von dem Mufti und ſeinen drei Vorgängern im Amte, von den Kadiles - kers und Oberſten des Corps der Ulemas unterzeich - neten Ausſpruchs der heiligen Geſetze die nöthigen Befehle ergangen. Dieſe Befehle verordnen die Voll - ziehung des gegen Mehemed Ali und ſeinen Sohn erlaſſenen Edicts. Allen Geſandtſchaften der be - freundeten Mächte iſt in derſelben Beziehung eine amtliche Erklärung eingereicht worden.

Der Moniteur giebt ſodann den an den Feld - marſchall gerichteten Ferman des Großherrn, worin zugleich das Fetwa oder die Achts-Erklaͤrung ent - halten iſt; die an das diplomatiſche Corps von Sei - ten der Pforte gerichtete Erklärung verſpricht er in der nächſten Nummer ſeines Blattes mitzutheilen. Folgendes iſt die erwähnte Achts-Erklärung:

Frage. Da die Vertilgung der Urheber und Begünſtiger eines Aufſtandes als eine Pflicht gebo - ten iſt, und das oben auseinandergeſetzte Benehmen des Amr (dieß iſt ein fingirter Name, der in dem Schema dieſer Acte für den Schuldigen geſetzt iſt) die Empörung und Aufforderung zu dieſem Ver - brechen zum Zweck hat, wird demnach der Tod des Amr und ſeiner Mitſchuldigen durch die Geſetze ge - boten, für den Fall, daß es unmöglich wäre, den Aufruhr anders zu unterdrücken, als durch gänzliche Vertilgung und Vernichtung der Zuſammengerotte - ten? Antwort. Sie ſind Empörer, und ihre Ver - tilgung iſt heilige Pflicht des Sultans der Muſel - männer und aller Gläubigen. F. Da nun diejeni - gen, welche aus eigenem Antriebe und mit vollkom - men freiem Willen die Partei des Empörers Amt ergriffen und den Kampf zu beginnen gewagt haben, als A[n]frührer, und diejenigen, welche erklären, daß es ungerecht ſey, die Anſtifter der Empörung mit dem Schwert zu unterwerfen, als Gottloſe, die den Vorſchriften des Korans trotzen, betrachtet werden müſſen, wird demnach der Tod dieſer beiden Par - teien durch die Geſetze geboten? A. Ja. F. Wenn alſo der Sultan der Muſelmänner, um die Empö - rung zu erſticken, gegen ſie zu kämpfen befiehlt, ſind dann diejenigen, welche dieſen Befehl erhalten, heilig verpflichtet, ſich demſelben zu unterwerfen? A. Ja. F. Da nun die Großherrlichen Truppen zur Be - kämpfung der Rebellen abgeſandt ſind, ſind demnach diejenigen, welche den Rebellen den Tod geben, als geſetzlich befugte Sieger, und diejenigen, welche von den Rebellen getödtet werden, als Märtyrer zu be - trachten? A. Ja.

Jm Unterhauſe erklärte am Mittwochen Lord Milton, daß er die Korn-Geſetze ſobald als möglich zur Sprache bringen wolle. Hr. Hume dachte aber, es wäre viel beſſer, erſt die Reform-Bill zu beendigen, ehe man was Neues anfinge. (Beifall.) Hr. Maryatt überreichte eine Bittſchrift von der Jnſel Grenada, die im Parlament repräſentirt zu werden verlangt〈…〉〈…〉,[6]und ſelbſt eine mehr populäre Repräſentation zu haben wünſchte. Lord Howick bezog ſich auf die über die Colonieen der Krone publicirten Docu - mente. Auf Hrn. Hunt’s Anfrage erwiederte er, daß mehrere Colonieen ſich geweigert hätten, Taxen zu bezahlen. Die Bill wegen Abſchaffung der To - desſtrafe erzeugte lange Debatten. Sir Robert Peel hielt dieſelbe für nachtheilig. Hr. Hume pries das nord-amerikaniſche Syſtem. Die Bill ging durch die Committee. Der Ausſchuß in Betreff der Colo - nial-Sclaverei wurde hierauf ernannt, und beſtand aus 23 Mitgliedern, worunter Lord John Ruſſell, Sir R. Peel, Sir D. Graham, Sir G. Murray, Hr. Goulburn, Alderman Thomſon, die Lords San - don, Ebrington, Howick, Chandos ꝛc. Sodann kam der Geſetz-Entwurf über die Privilegien des Parlamentes zur Verhandlung. Hr. Baring wurde von Hrn. Lennard unterſtützt, der denſelben mit auf das Oberhaus ausgedehnt zu ſehen wünſchte. So lange das Geſetz beſtehe, wodurch ein armer Gentle - man ins Geſängniß geworfen werden könne, gezieme es nicht, Ausnahmen zu machen, und irgend einer Klaſſe das Privilegium zu ertheilen, ihre Gläubiger zu betrügen. Er hoffte daher, Hr. Baring werde das Geſetz auch auf die Peers ausdehnen. Hr. Hunt und Hr. Ruthven ſprachen in demſelben Sinne. Bei der Abſtimmung wurde die zweite Verleſung mit 34 gegen 4 Stimmen genehmigt.

Jm Oberhauſe zeigte der Herzog v. Wellington um Mittwochen an, er werde nächſten Donnerſtag eine Bittſchrift der Beamten und andrer Einwoh - ner der Queen’s County in Jrland vorlegen, in welcher das Haus erſucht werde, den Zuſtand Jr - lands in Erwägung zu ziehen, weshalb er eine Ein - berufung des Hauſes wünſchte, was auch zugeſtan - den wurde. Graf Munſter (vormals Georg Fitz - Clarence) bat um Vergebung, daß er die Nachſicht des Hauſes für ſeine Perſönlichkeit in Anſpruch nehmen müſſe, wozu er ſich durch gröbliche Ent - ſtellungen ſeines Benehmens veranlaßt fühlte. Er bemerkte, ſeine Anſichten wären immer liberal ge - weſen, und ſchon im Oct. 1830 habe er ſich für eine gemäßigte Reform ausgeſprochen; allein der umfaſ - ſende Charakter der Bill habe ihn allerdings er - ſchreckt, die er indeſſen im Hauſe, aus Rückſicht auf ſeine perſönliche Stellung zu Demjenigen, dem er Alles verdanke, unterſtützt habe. Die Verläumdun - gen, die im Publicum gegen ihn ausgeſprengt wor - den, hätte er anfangs unter ſeiner Würde gehalten, zu beachten, indeſſen wären ſie ſo allgemein verbrei - tet, daß er einige Worte darüber ſagen müſſe. Man hatte ihm vorgeworfen, auf eine unredliche Weiſe durch Jntriguen die Adminiſtration des Grafen Grey ſtürzen zu wollen; ſeit ſechs Wochen ſey es ihm je - doch, beſonderer Umſtände halber, unmöglich geweſen, nur Ein Wort über dieſen Gegenſtand zu äußern. Was der edle Graf hiemit meinte, iſt nicht recht klar; auch blieb Alles, Whig und Tory, bei ſeiner Apologie ſtumm. Jm Publicum hat ſie jedoch wenig Glück gemacht; ſelbſt der höfliche Courier frägt, wie er es denn mit ſeinem Gewiſſen abgemacht habe, 24 Stunden nach der Reſignation des Grafen Grey zur Bildung eines antiliberalen Miniſteriums mit - zuwirken? Ueber die erwähnten Umſtände äußert er, es würde ſchwerlich anſtändig ſeyn, ſie dem Pu - blicum vorzulegen, ohne daſſelbe noch mehr zu er - bittern. Die Times machen nicht ſo viele Um - ſtände; ſie meinen, für die Dauer der Monarchiegebe es kein drohenderes Symptom, als wenn Leute in der Lage des Grafen Munſter auf die Regie - rung Einfluß haben könnten, und mindeſtens ein Jahrhundert ſollte verſtreichen, ehe das Daſeyn einer ſolchen Perſon ſich öffentlich beurkunden dürfe; denn nur der Nimbus der Zeit könne den Urſprung die - ſes Namens wohlthätig verhüllen, und deſſen Jn - haber, wie achtbar er auch ſeyn möge, einen Rang in der guten Geſellſchaft verſchaffen; dieß ſey für jetzt nicht der Fall. Die Liſten A und B der Re - form-Bill wurden in derſelben Sitzung mit wahrhaft reißender Schnelligkeit abgemacht; an Abſtimmung war nicht zu denken; bloß Graf Haddington ſprach von Proteſt gegen die Annahme, da er wohl wiſſe, daß Oppoſition zu nichts führen würde. Wirklich vergleicht das Sonntags-Blatt der Tories, the Age, die ganze Verhandlung mit einer Farce, und führt die handelnden Perſonen förmlich auf, meint aber, das Stück werde am Ende ausgepfiffen werden.

Geſtern im Unterhauſe kam es, bei Gelegenheit der Ueberreichung von Bittſchriften gegen das mi - niſterielle Syſtem der irländiſchen National-Erzie - hung, in welchem die Proteſtanten ſich hintangeſetzt glauben, weil nicht die ganze Bibel in den Volks - ſchulen geleſen werden darf, um den Katholiken keinen Anſtoß zu geben, zu einem ſehr unziemlichen Wortwechſel zwiſchen Hrn. O’Connell und Capi - tän Gordon. Der Erſtere machte ſich über die ſchottiſche Ausſprache des Letzteren luſtig, und fragte, ob man von deſſen eddication (wie der Capitän ſtatt education ſagte) etwas Vernünftiges erwar - ten könne? Capitän Gordon war außer ſich vor Wuth; das Haus habe ihn bisher immer verſtan - den, und wenn er kein ſo großer Engländer (not so competent a master of the King’s English) ſey, wie das ehrenwerthe Mitglied aus Jrland, ſo ſey es doch wenigſtens nicht ſeine Sitte, wie dieſes Mitglied, die Gemeinheit eines Gnadenbrod-Eſſers (the vulgarity of a pauper) und die Unverſchämt - heit eines Demagogen in den Debatten anzubringen. (Hört! hört! Zur Ordnung!) Der Sprecher machte den erboßten Schotten auf die Ausdrücke auf - merkſam, die ihm entſchlüpft wären; offenbar ſey die Ordnung dadurch gröblich verletzt. Capitän Gordon wollte ſich gern bei dem Hauſe entſchuldi - gen, aber auch nur bei dem Hauſe: denn ein Mit - glied habe nicht das Recht, dem andren ſeinen Ac - cent vorzuwerfen. Hr. O’Connell ſchwieg ganz ſtill, und man erinnert ſich, daß er alle Duelle förmlich ver - ſchworen hat, vermuthlich aus der nämlichen Rückſicht, die ihn beim Ausbruche der Cholera ſo plötzlich aus Dublin vertrieb. Auch bei der Debatte über den Zuſtand der dramatiſchen Kunſt kam Manches von Jntereſſe vor. Der Antragſteller, Hr. E. L. Bul - wer, beſchwerte ſich über das den beiden großen Theatern, Drury-Lane und Covent-Garden, zuſte - hende Monopol, zumal da eine hohe Gerichts-Behörde neulich alle andren Theater, Marionetten - und Pul - cinello-Theater ausgenommen, für geſetzwidrig er - klärt habe. Freilich aber wird hierauf wenig Rück - ſicht genommen, denn der Lord-Oberkammerherr, ob - wohl Ober-Jntendant der K. Theater, beehrt die kleineren Theater mit ſeiner perſönlichen Gegen - wart. Auch fragte er, worin denn das Verdienſt der großen Theater beſtehe? Welchen Shakeſpear und Ben Johnſon ſie denn erzeugt hätten? Die Cenſur wurde ſehr übel mitgenommen; das Publi - cum ſollte eigentlich Cenſor ſeyn. Auch wies der[7]Redner darauf hin, daß die großen Theater keines - weges, wie in Frankreich und Belgien, einigermaßen für die Schriftſteller ſorgten. Wenn Shakeſpear noch lebte, würden die Schauſpieler Tauſende und die Theater-Directoren Zehntauſende verdienen, er ſelbſt aber vemuthlich in einem Dachſtübchen verhungern. Dagegen meinte Sir Ch. Wetherell, in Paris habe man 13 oder 14 Theater, die zuſammen jetzt keinen Corneille oder Racine aufzuweiſen hätten. Jn - zwiſchen irrte er ſich in einer Citation, indem er eine Komödie von Steele mit Addiſſon’s Cato verwech - ſelte, was Hr. Sheil aufgriff, und ſich wunderte, wie der ehrenwerthe Baronet, ſelbſt eine Art von Tory-Cato, ſich ſo verſehen könne, wobei er zum großen Gelächter des Hauſes den verfallenen Burg - flecken Boroughridge, für welchen der Herzog v. Newcaſtle Sir Ch. W. in’s Parlament ſandte, mit dem alten Utica verglich. Uebrigens wurde der dra - matiſche Ausſchuß ernannt.

Die Arbeiten der holſteiniſchen und ſchleswigſchen erfahrnen Männer ſind jetzt vollendet, und ſie werden ſich eheſtens nach Hauſe begeben. Dagegen werden die beiden Kanzler der Obergerichte, Brock - dorf und Spieß, vorläufig noch hier bleiben, um im Sinne der jetzt abtretenden Notabeln bei der definitiven Ausarbeitung dieſes wichtigen Werkes mitzuwirken.

Der 28 Mai, der Jahrestag der Verordnung, in welcher die Einführung der Provinzial-Stände ver - heißen war, iſt auf der hieſigen Schützengilde durch ein Mittagsmahl gefeiert worden. Unter den aus - gebrachten Toaſts wurde der Wunſch, daß unſer allgeliebter König noch die Früchte ſeines ſchönen Werkes erleben, ſo wie, daß ſein präſumtiver Nach - folger auf dem gelegten Grundſteine weiter bauen möge, mit beſondrem Enthuſiasmus aufgenommen. Mit großem Jubel ward auch der Preßfreiheit und dem hochverehrten und geliebten General-Procureur Ørſted ein Lebehoch gebracht. Dieſes gänzlich impro - viſirte Nationalfeſt, woran eine beträchtliche Anzahl von Civil - und Militär-Beamten, Kaufleuten, Uni - verſitäts-Lehrern und Andre Theil nahmen, gibt wiederum einen Beweis davon, daß, wenn das däni - ſche Volk im unerſchütterlichen Vertrauen auf den König und deſſen Regierung den Früchten der ſocia - len Reform, die mit beſonnener Ruhe und Umſicht unter uns vorbereitet wird, in ſtiller Erwartung ent - gegen ſieht, es darum nicht weniger tief und lebhaft für die Belebung des Gemeingeiſtes und die Ent - wickelung der politiſchen Freiheit fühlt.

Prinz Ferdinand und ſeine Gemahlin, die Prin - zeſſin Caroline, ſind am 26 v. M. in Aarhuus an - gekommen, und am 28 v. M. traf die Schweſter unſrer Königin, Prinzeſſin Juliane Louiſe Amalia von Heſſen, mit dem Dampfſchiffe Kiel hier ein.

Profeſſor Hanſen, Director des Erneſtinſchen Ob - ſervatoriums Seeberg bei Gotha, und der Kattun - fabrikant v. Lengerke in Wandsbeck ſind zu Rittern vom Dannebrog-Orden 4ter Klaſſe ernannt.

Man ſpricht davon, daß das ſchöne und bequeme Dampfſchiff, Friedrich der Sechste, künftig zwei Mal wöchentlich nach Kiel und von da nach Kopen - hagen gehen werde, die Fahrt auf Lübeck einem an - dren Dampfſchiffe überlaſſend.

Geſtern, am Tage nach der Entlaſſung des Kanz -leiraths Lornſen aus ſeiner Haft, hatte ſich eine Ge - ſellſchaft von Schleswig-Holſteinern zu einem pa - triotiſchen Feſtmahle im hieſigen Gaſthofe Stadt Kopenhagen verſammelt, zu welchem er, der nun - mehr wiederum freie Mann, eingeladen worden war. Eine Deputation der Kieler Studenten, welche ſich hier eingefunden hatte, um ihn zu begrüßen, wohnte gleichfalls dem Feſte bei. Heute Morgen iſt der Kanzleirath von hier nach Sylt abgereiſet.

Herausgegeben von Runkel.

Die Jnhaber von Pfandbriefen des Mecklenbur - giſchen ritterſchaftlichen Credit-Vereins, deren Zins - abſchnitte mit dem bevorſtehenden Trinitatis-Ter - mine erloſchen ſind, werden erſucht, förderſamſt bei mir die Aufgabe der Nummer ihrer Pfandbriefe ein - zureichen, zur Einforderung der neuen Zins-Bogen.

Peter Godeffroy.

Der Mecklenburgiſche Wollmarkt zu Güſtrow wird, zufolge Allerhöchſter Beſtimmung, in dieſem Jahre am 27ſten, 28ſten, 29ſten und 30ſten Juni gehalten.

Vor Anfang des Marktes wird ſchon alle Wolle gelagert ſeyn, ſo daß die Käufer den ganzen Vor - rath ſogleich überſehen können.

Bürgermeiſter und Rath.

Ein Wohllöbl. Niedergericht hat Frau Catharina Dorothea Henriette, geb. Grüſchau, defti. Geo. Wil[h.]Spannuth Wwe. c. Curat., als zufolge Decrets Eines Hochpreisl. Obergerichts den 30ſten April d. J. ange - nommene Beneficial-Erbin ihres Sohnes Martin Julius Spannuth, um die Erkennung eines öffentlichen Pre - clams geziemend gebeten und iſt daſſelbe Gerichesſeltig dahin erkannt:

Daß alle und jede, welche an die mit dem 1ſten Febr. 1829 etablirte und mit dem 30ſten Juni 1831 wieder aufgehobene Societäts-Handlung unter der Firma Spannuth et Luck, ſo wie an das von dem am 11ten März d. J. verſtorbenen Martin Julius Spannuth unter ſeines Namens Firma fortgeſetzte Geſchäft, oder auch an deſſen Verlaſſenſchaft aus einem Forderungs - oder Erbrechte oder aus irgend einem ſonſtigen Grunde Anſprüche machen zu können vermeinen, bis zum 19ten October 1832, als dem peremtoriſch angeſetzten Termine, ihre etwanigen Anſprüche in dieſem Wohl - löbl. Niedergerichte, und zwar Auswärtige durch ge - hörig Bevollmächtigte, bei Strafe des Ausſchluſſes und der Auferlegung eines ewigen Stillſchweigens anzumelden und rechtlicher Art nach darzuthun ſchul - dig ſeyen.

Solches wird hiemit vom implorantiſchen Anwalde be - kannt gemacht.

Auf geziemendes Jmploriren von J. A. Wagner, hat Ein Wohllöbl. Niedergericht hieſelbſt das gewöhnliche Pfand-Proclam dahin erkannt: Daß alle diejenigen, welche bei dem Jmploranten, laut beigebrachten Ver - zeichniſſes, vom 17ten Febr. 1829 bis den 28ſten April 1830, Pfänder geſetzt, und nach Ablauf der Pfand - und Pro - longations-Termine uneingelöſet gelaſſen haben, ſel - bige bis zum 19ten October d. J., als dem einzig perem - toriſch anberahmten Termine, einzulöſen oder ſich ſonſt mit dem Jmploranten abzufinden ſchuldig ſeyen, in Entſte - hung deſſen aber Jmplorant befugt werden ſolle, dieſe Pfänder öffentlich zu verkaufen, und ſich daraus wegen Hauptſchuld, Zinſen und Koſten bezahlt zu machen; wel - ches hiemit öffentlich bekannt gemacht wird.

[8]

Veränderte Wohnung.

C. Schröder, Gänſemarkt No. 101.

Heute feierten wir den frohen Tag unſrer ehelichen Verbindung.

Johannes Geffcken, Prediger. Maria Pauline Geffcken, geborne Danckert.

Geſtern wurde meine liebe Frau, geb. Hüſing, glücklich von einem geſunden Mädchen entbunden.

Joh. Heinr. Hobach.

Geſtern wurde meine Frau, geb. Leſſing, zwar ſchnell, doch leider von einem während der Geburt geſtorbenen Mädchen entbunden.

Auguſt Stuhlmann, Oberger. Advocat.

Plötzlich und unerwartet entſchlief hieſelbſt am 4ten dieſes Monats Frau Anna Catharina, geb. Bin - demann, des früher verſtorbenen Herrn Peter Ger - hard Schröder Wittwe, im 62ſten Lebensjahre; welches den Verwandten und Freunden der Verſtor - benen hiedurch angezeigt wird von deren Teſtaments - Vollſtrecker,

J. P. Bennecke, Notar.

Lefebure Wwe. & Sohn beehren ſich anzuzeigen, daß ſie noch bis Martini dieſes Jahrs in der erſten Fehlands-Straße, vom neuen Jungfernſtiege rechts im zweiten Hauſe wohnen, und daſelbſt das Geſchäft des verſtorbenen mechaniſchen Zahnarztes J. J. G. Lefebure ganz, wie bisher, fortſetzen.

Für jeden Pferdebeſitzer.

Bei G. Baſſe in Quedlinburg, ſo wie in allen übrigen Buchhandlungen Deutſchlands iſt zu haben:

Heinr. Möller: Der erfahrne Haus-Pferdearzt. Oder Darſtellung aller innerlichen und äußer - lichen Pferdekrankheiten und gründlicher Un - terricht, ſie zu erkennen, zu verhüten und zu heilen. Nebſt Anweiſung, das Alter eines Pferdes genau und ſicher zu erkennen, und einem Anhange, welcher die in dieſem Buche vorkom - menden Recepte enthält. Ein Hülfsbuch für jeden Pferdebeſitzer, beſonders für Landwirthe, Thierärzte, Schmiede ꝛc. Vierte verb. Aufl. 8. Preis 16 Gr.

(Jn Hamburg bei Perthes und Beſſer.)

Stadt-Theater.

  • Mittewoch, den 6ten: Die Jungfrau von Orleans, Tragödie in 5 Aufz., von Schiller. Demoiſelle Hildebrand, vom Kaſſeler Hoftheater: Johanna d’Arc, als Gaſtrolle.
  • Donnerſtag, den 7ten: Der Carneval von Vene - dig, Ballet in 1 Aufz. Muſik von Millon. Gegeben vom Hrn. Carelle (Schüler Mazürier’s in Paris und erſter Komiker des Brüſſeler Bal - letts) und von mehreren Tänzern des Herzogl. Hof-Theaters zu Braunſchweig. Vorher: Der Mann meiner Frau, Luſtſp. in 3 Aufz.

Cours der Staats-Papiere.

Br. Geld.
Oesterr. 5 pCt. Metalliques .... pr. Cassa88⅝88⅜
... pr. ultimo88⅝88⅜
4 pCt. ... pr. Cassa77⅝77⅜
... pr. ultimo77⅝77⅜
Bank-Actien ........ pr. Cassa
....... pr. ultimo11611159
......... pr. Juli11651163
Preuss. 4 pCt. Engl. Anl. ..... pr. ultimo
Dän. 3 pCt. Engl. Aul. 1825 in . pr. Cassa6665¾
pr. ultimo6665¾
4 pCt. Obligat. .... ...... pr. Cassa
in Cert ..... pr. Cassa
Russ. 5 pCt. Engl. Anleihe ...... pr. Cassa96⅛96
..... pr. ultimo96⅛96
6 pCt. Metall. in Cert ...... pr. Cassa
5 pCt. ..... pr. Cassa87½87⅜
... pr. ultimo
Neue Anl. à 5 pCt. Inscr .. pr. Cassa
pr. ultimo8786¾
6 pCt. Pap. Inscript. .... pr. ultimo
Polnische 4 pCt. Pfandbr. w. pr. ultimo
Part. Obligat. ..... pr. Cassa
.... pr. ultimo110½
...... pr. Juli
Norw. 6 pCt. Anleihe ......... pr. Cassa103102¾
Französ. Rente à 5 ...... pr.
à 3 pCt ....... pr.
Hannöv. Anleihe 5 pCt. ..... pr. ultimo100¾100½
Joh. Veit.

Langhoffſche Buchdruckerei.

About this transcription

TextAm Mittewochen, den 6 Juni
Author[unknown]
Extent8 images; 6603 tokens; 2752 types; 48651 characters
Responsibility Alexander Geyken, ed.; Susanne Haaf, ed.; Bryan Jurish, ed.; Matthias Boenig, ed.; Christian Thomas, ed.; Frank Wiegand, ed.

Britt-Marie SchusterManuel WilleArnika LutzNote: Bereitstellung der Texttranskription.Note: Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.2014-09-26T13:06:02Z CLARIN-DNote: Langfristige Bereitstellung der DTA-Ausgabe

EditionVollständige digitalisierte Ausgabe.

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Bibliographic informationAm Mittewochen, den 6 Juni . Hamburg1832. Staats und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheiischen Correspondenten

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Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky SUB-Hamburg, X/7569https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=1/XMLPRS=N/PPN?PPN=130729078http://www.sub.uni-hamburg.de

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Fraktur

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